Neue Spielräume | Lateinamerika im Visier – Rohstoffe, Machtpolitik und die Rückkehr US-amerikanischer Hegemonialansprüche

Lateinamerika und insbesondere die Andenregion rücken zunehmend ins Visier geopolitischer Machtinteressen. Strategische Rohstoffe wie Lithium und Kupfer sowie Energieressourcen wie Erdöl und Erdgas spielen dabei eine Schlüsselrolle. Vor dem Hintergrund globaler Machtverschiebungen und einer zunehmend aggressiven und unberechenbaren US-amerikanischen Außenpolitik unter Donald Trump gewinnen historische Hegemonialansprüche und die Monroe-Doktrin erneut an Bedeutung.  

Fernando Ruiz Peyre (Universität Innsbruck) beleuchtet in seinem Vortrag den Kampf um Zugang und Kontrolle über die mineralischen und energetischen Ressourcen Südamerikas und hinterfragt die dahinterstehenden geopolitischen und wirtschaftlichen Interessen. Eine besondere Rolle spielt dabei der neue Rechtsruckt in Lateinamerika, mit Regierungen, die zunehmend zu strategischen Verbündeten bei der Durchsetzung US-amerikanischer Interessen werden. Im Mittelpunkt stehen asymmetrische Machtverhältnisse, geopolitische Abhängigkeiten sowie die sozial-ökologischen Folgen (neo-)extraktivistischer Entwicklungsmodelle. Der Vortrag lädt dazu ein, die aktuellen politischen Entwicklungen Lateinamerikas aus einer kritischen Perspektive zu betrachten und über ihre Bedeutung für die Zukunft der Region und ihrer Gesellschaften nachzudenken. Dabei geht es nicht nur um Rohstoffe und geopolitische Interessen, sondern auch um die Frage, wer über die Zukunft Lateinamerikas entscheidet – und wer den Preis dafür bezahlt.

In Kooperation mit Klimabündnis Vorarlberg.