aktionstheater ensemble: ALL ABOUT ME: DER NEW YORK MIX

Uraufführung von Martin Gruber und aktionstheater ensemble

In Kooperation mit Spielboden Dornbirn und Theater am Werk im Kabelwerk. Neubearbeitung in englischer und deutscher Sprache mit Vorarlberger Mundart-Untertiteln. Dauer: 75 Minuten

2024 uraufgeführt und nach Aufführungsserien im deutschsprachigen Raum sowie in den USA („Unlike anything you have seen” Theatre Runner New York City) kehrt die Erfolgsproduktion „ALL ABOUT ME“ in einer Neubearbeitung zurück an ihren Ursprung. Gespielt wird – größtenteils – in Englisch, konterkariert mit Wiener und Vorarlberger Dialekt-Untertiteln. Als sprachlicher Brückenschlag im Spannungsfeld zwischen lokaler Identität (Stichwort Identitätsdiskurs) und globaler Relevanz. So verhandelt das Englische, als globale Sprache, den Zustand der Welt, während die Mundart als emotionale Erdung fungiert. – oder auch nicht?

Was passiert, wenn plötzlich niemand mehr versteht, was der andere meint? 

Das aktionstheater ensemble widmet sich seit vielen Jahren den Über- und Herausforderungen unserer Gegenwart. Doch hinter den großen politischen und gesellschaftlichen Fragen stehen immer die Ängste, Wünsche und Hoffnungen der einzelnen Menschen: So beginnt auch das aktuelle Stück “ALL ABOUT ME: DER NEW YORK MIX”. Bei der Selbstbetrachtung, der Selbstoptimierung, der kleinen Flucht in die eigene Befindlichkeit. Diese zunächst aberwitzige Parade der Eitelkeiten führt letztlich schnell zur Frage “Was hat diese Welt da draußen eigentlich mit mir zu tun?” Oder anders gesagt:

“Wie viel Welt verträgt mein Ich? Und wie viel Ich verträgt die Welt?”

Ein Abend über das Ich, das Du und all das, was dazwischen verloren geht.

Humorvoll, widersprüchlich, musikalisch und sehr persönlich! 

„Das New Yorker Publikum reagierte auf die existenzielle Zerrissenheit der Protagonist:innen im Stück exakt genauso wie das österreichische Publikum. Die neurotische Suche nach dem Selbst, die Vereinsamung im digitalen Rauschen und die kollektive Überforderung funktionieren in Manhattan am Off-Broadway offenbar genauso wie in Wien-Meidling oder Dornbirn-Rohrbach.

Auch auf der Handlungsebene wird das Stück noch einmal verdichtet. Tamaras (Tamara Stern) Reflexion auf die traumatischen Ereignisse des Hamas-Anschlags vom 7. Oktober 2023 haben wohl nicht an Aktualität verloren. Tamaras Perspektive, als Jüdin, wird nun durch jene von Zeynep (Zeynep Alan), als Muslima, konterkariert bzw. erweitert. Behandelt werden kulturbedingte Projektionsflächen, wie etwa der Nahostkonflikt, genauso wie, losgelöst vom weltpolitischen Kontext, ganz persönliche Beziehungsebenen. Die Ängste und Hoffnungen von Andreas, Benjamin, Kirstin, Tamara, Thomas und Zeynep sind nach wie vor der Hauptstrang der Theater- und Musikperformance. Das Alles als Suche nach dem eigenen Plätzchen in einer Welt der Überforderungen. Alles vermischt sich. Die Sprachen, die Weltbilder, die Identitäten.“

(Martin Gruber)

Konzept/Inszenierung: Martin Gruber | Text: Martin Gruber und aktionstheater ensemble | Dramaturgie: Martin Ojster | Musik: Andreas Dauböck | Bühne/Kostüme: Valerie Lutz | Videoinstallation: Resa Lut | Regie-Assistenz: Sanna Hufsky |Grafik: Martin Platzgummer | Medienkontakt: Gerhard Breitwieser Mit: Zeynep Alan, Andreas Jähnert, Thomas Kolle, Kirstin Schwab, Tamara Stern, Benjamin Vanyek sowie Live-Musik: Andreas Dauböck, Ernst Tiefenthaler, Jean Philipp Oliver Viol

Pressestimmen

„Das aktionstheater ist eine freie, hinreichend anarchische Truppe, ein Unikum in der Theaterlandschaft … Man glaubt, René Pollesch lebe hier auf sehr österreichische Art weiter … Alles, was die Akteure gerade so umtreibt, wird rasant verwurstet, der Nah-Ost-Krieg, öffentliche Wahrnehmung, das Selbstbild, das andere Bild, das Theaterspielen selbst. Und alles ist wahr, weil die Menschen auf der Bühne wahr sind, so eigenwillig, verrückt und auch virtuos, wie sie sind." (Süddeutsche Zeitung)

„Unlike anything you have seen, … an explosion of emotion, politics and absurd humour - all at once ... if you caught it you definitely witnessed something unforgettable.“ (Theatre Runner New York City)

„Schon vor langer Zeit haben Martin Gruber und sein Team jene Nische in der österreichischen Theaterlandschaft gefunden und besetzt, die das aktionstheater so einzigartig macht - abholen, dort wo´s weh tut … Kein Handke, kein Turrini, kein Schwab. Martin Gruber eben.“ (Vorarlberger Nachrichten)

„Martin Gruber hat seine ganz eigene Theaterästethik gefunden.“ (3sat Kulturzeit)

„Unkonventionell, rasant, spontan, sehr persönlich und immer am Puls der Zeit. Das Nestroy-preisgekrönte aktionstheater ensemble gilt als die schnellste politische Eingreif-Truppe im Lande.“ (ORF Zeit im Bild)

„Eine Nummernrevue der Einsamkeiten und der Verletzlichkeiten, ein Gefühls-Seelen-Striptease. Das ist unterhaltsam und anrührend. Und geht unter die Haut“ (Der Standard)

„Großartiger Abend mit düsten Aussichten.“ (Falter)

„Wie immer basierend auf Interviews mit dem Ensemble hat Gruber ein virtuoses Feuerwerk an Dialogen, oder vielmehr Monologen, geschrieben.“ (Ö1 Kulturjournal)

„Als traurige Clowns schickt Martin Gruber sein aktionstheater ensemble auf die Bühne … Aber dann: Wirkt die Kraft des Theaters. Und der Gemeinschaft. Kompliziert, diese Beziehungen. Und aberwitzig schön. Es macht eben doch einen Unterschied, ob man da ist oder nicht.“ (nachtkritik.de über das Gastspiel am Heidelberger Stückemarkt)

„Beklemmend, amüsant und herausfordernd: Das preisgekrönte aktionstheater ensemble liefert einen atemlosen Theaterabend.“ (Kronen Zeitung)

„Ein weiterer Höhepunkt im Schaffen des aktionstheater ensembles!“ (KULTUR Zeitschrift)