Morgen sind wir frei

D 2019, 97 min, OmeU | Regie: Hossein Pourseifi

Morgen sind wir frei ist ein Film aus und in Wellen, die nicht nur Erzählung, sondern auch Ästhetik und Montage prägen. Die Narration des Langspielfilmdebut von Hossein Pourseifi trägt die Zuschauer*innen von der DDR in den Iran und dort die Protagonist*innen mit den politischen Entwicklungen mit sich fort. Der Film besitzt eine besondere Aktualität vor dem Hintergrund der Menschenrechtsverletzungen des Mullah-Regimes, welches durch Chomeini installiert wurde. Die Welle der 1979er Revolution rollt bis heute, denn immer noch ist es verboten, um die Gefallenen von damals öffentlich zu trauern.

Morgen sin wir frei erzählt von der Frage: Welchen Preis bin ich bereit zu zahlen, wenn ich an eine große Idee glaube, die über mich hinausreicht. Wo ich in einen Kampf ziehe – für mein Volk, für mein Land, für etwas woran andere und ich gemeinsam glauben. Basierend auf wahren Ereignissen und immer wieder Archivaufnahmen einstreuend, erzählt der Film die Geschichte einer Familie vor dem Hintergrund der Iranischen Revolution.

Sommer 1979: Die »Islamische Revolution« fegt über den Iran. Nach dem Sturz des Schahs und der Gründung der »Islamischen Republik« verlässt Beate mit ihrer Tochter Sarah die DDR und folgt ihrem Mann Omid, der nach 16 Jahren Exil wieder heimkehren kann. Nach der anfänglichen Aufbruchsstimmung wird das Leben für Beate und ihre Tochter Sarah jedoch zu einem Kampf. Beates Vorstellungen von einem selbstbestimmten Leben werden von dem gewaltsamen Wandel im Land überschattet. Die politische Situation ändert sich radikal, das Leben der Menschen, insbesondere das der Frauen und Mädchen, wird stark eingeschränkt.

 

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