Made in Islam

D 2019, 80 min, DmeU
Regie: Siba Shakib – Dokumentarfilm

Kleidung war und ist in vielen Kulturen und Ländern ein explosives Thema – allen voran in orientalischen Ländern und in der islamischen Kultur. Die in Teheran geboren und aufgewachsene Siba Shakib begibt sich auf eine filmische Reise hinter den Schleier der Vorurteile und ergründet die Frage, wie Mode und der Islam zusammenpassen. Sie hat die internationale Deutsche Schule besucht und in Deutschland als auch den USA studiert. Heute lebt Siba Shakib in NY, Italien und Dubai.

Der Dokumentarfilm porträtiert muslimische Frauen, die sich von den religiösen Auflagen lösen, indem sie eine „Islamische Mode“ entwerfen, die zwar der Tradition entspricht, aber mit Designs, Farben und Formen experimentiert. Die Protagonist*innen sind interessante Persönlichkeiten, die sich mutig für die weibliche Emanzipation in konservativen Gesellschaften einsetzen.

Es heißt: Wer die Kleidung der Frauen kontrolliert, kontrolliert auch die Gesellschaft. Ein Mann ist nur ein Mann, wenn er die weiblichen Angehörigen seines Hauses vor Übergriffen, ja sogar Blicken fremder Männer schützen kann. Ihre Schönheit, ihre Reize sind sein Eigentum, kein Fremder darf sie sehen. Im Gegensatz zu diesem Stereotyp steht der Trend der sogenannten „Modest Fashion“, auch „Islamische Mode“ genannt. Die Frauen, die sie machen und tragen, halten sich weitestgehend an die Normen und Gesetze ihrer Religion. Gleichzeitig spielen sie mit Designs, Farben und Formen. Entstanden ist eine eigene Nische auf dem Modemarkt. Mit diesem Trend schaffen es selbstbewusste, gläubige muslimische Frauen, den eigenen Chic zur Schau zu tragen. Ein Trend, der immer mehr Umsätze generiert und auch von großen, renommierten Modehäusern bedient wird.

weiterlesen ... weniger Text