Wo in Paris die Sonne aufgeht – Les Olympiades

Jaques Audiard I F 2021 I 106 min I OFmdU | Regie: Jaques Audiard                      

Émilie, eine in China geborene Uni-Absolventin, arbeitet in einem Callcenter. Sie wohnt in der Wohnung ihrer an Demenz erkrankten Großmutter in jenem in den 1970er-Jahren errichteten Wohnviertel im 13. Pariser Arrondissement, das "Les Olympiades" genannt wird und dem Film seinen Originaltitel gegeben hat. Émilie sucht einen Mitbewohner für ihr Appartement. So tritt Camille, ein charmanter Uni-Dozent in ihr Leben. In kürzester Zeit entwickeln Émilie und Camille eine verworrene, undefinierte Beziehung. Nora, ebenfalls Anfang dreißig, versucht derweil, sich als vergleichsweise »alte« Studentin in die Universitätsgemeinschaft einzufügen. Doch sie wird zum Opfer einer Verwechslung mit einem Porno-Star und damit des moralischen Puritanismus der braven Bürgerkinder. Im Verlauf des Films verbinden sich diese drei Schicksale. Während sich ihre Sexualleben verflechten, lernen sie, ihre Beziehungen zueinander, zu ihren Familien und zu sich selbst zu meistern. Der Film des mehrfach preisgekrönten Regisseurs basiert auf drei Graphic-Novel-Kurzgeschichten des New Yorker Zeichners Adrian Tomines. Audiard zeigt in seiner Produktion Vielfalt nicht nur als Schwarz und Weiß gedreht, sondern eben vielfältig. Er erzählt von anderen Hautfarben in der bunten Gegenwartsgesellschaft von Paris und endlich einmal hat ein europäischer Film eine aus Asien stammende Schauspielerin als Hauptfigur.

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