Gunda

in Kooperation mit dem Verein gegen Tierfabriken

NOR, USA 2020 | 93 Minuten | dt./ OV mit deutschen Untertiteln | Regie, Drehbuch & Schnitt: Victor Kossakovsky | Kamera: Egil Haskjold Larsen & Victor Kossakovsky | Sound Desing & Schnitt: Alexandr Dudarev | Ausführende Produzenten: Joaquin Phoenix, Tone GrØttjord-Glenne

GUNDA ist Kino pur. Der Film zeigt das Leben eines Hausschweins, einer Hühnerschar und einer Rinderherde mit meisterhafter Intensität. In herausragenden Schwarz-Weiß-Bildern begegnet Regisseur Victor Kossakovsky den tierischen Bewohnern auf einem kleinen Bauernhof auf Augenhöhe und erzählt sie als Geschöpfe mit eigener Wahrnehmung, eigenem Empfinden und eigenen Gewohnheiten – eine meditative Reise in das Leben seiner Protagonisten und ihren Kosmos mit seinem ganz eigenen Raum- und Zeitgefüge.

GUNDA ermöglicht uns, über das Geheimnis tierischen Bewusstseins nachzudenken und darüber, welche Rolle wir Menschen dabei spielen: ein poetisches Plädoyer für das Recht auf Leben der Lebewesen, die wir sonst nur als „Nutztiere“ wahrnehmen. Der richtige Film zur richtigen Zeit.

 

In „GUNDA zeigt aus einer faszinierenden Perspektive das Empfindungsvermögen von Tieren, das
üblicherweise – und vielleicht absichtlich – vor unserem Blick versteckt ist. Anzeichen von Stolz und
Ehrfurcht, Vergnügen und Glückseligkeit eines neugierigen jungen Schweins, Verzweiflung und
totaler Niederlage bestätigen, wie ähnlich alle Arten auf Ereignisse in unserem jeweiligen Leben
reagieren und damit umgehen. Victor Kossakovsky hat eine im Innersten spürbare Meditation über
die Existenz geschaffen, die die Barrieren zwischen den Arten überwindet. Es ist ein Film von tiefer
Bedeutung und Kunstfertigkeit.

Joaquin Phoenix

„GUNDA ist Kino pur. Das ist ein Film, in den man eintaucht, aufs Wesentliche reduziert, ohne
Störungen. Danach sollten wir als Filmemacher und als Publikum streben – Bilder und Klänge zu vereinen, um damit eine kraftvolle und tiefgreifende Geschichte ohne Hast zu erzählen. Umwerfende
Bilder und Klänge mit dem besten Ensemble – und man hat eher einen Zaubertrank als einen Film.“

Paul Thomas Anderson

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