Crossing Europe zeigt Der schönste Platz auf Erden

Ort und Zeit
  • Sa, 8. Mai 2021, ab 15.00 Uhr
  • Eintritt: 10,- / 8,-
  • Kinosaal
  • Film

„Crossing Europe“-Filme in Dornbirn

Das Linzer Filmfestival Crossing Europe, das heuer coronabedigt statt im April Anfang Juni stattfinden soll, gehört inzwischen nicht nur in Österreich zu den interessantesten Veranstaltungen dieser Art. Mit seinem Fokus auf jungen europäischen AutorenfilmerInnen zeigt Crossing Europe mit seiner konsequenten Programmierung immer wieder formal wie inhaltlich gleichermaßen aufregende und ungewöhnliche Filme. Dass sich dabei der Bogen von gesellschaftspolitisch relevanten Dokumentarfilmen bis zu packenden europäischen Genrefilmen spannt, zeigt die heurige Auswahl aus den letztjährigen Crossing Europe-Programmen.

Der schönste Platz auf Erden

Österreich 2020, 95 min, Deutsche Originalfassung | Elke Groen | Dokumentarfilm

2016, Präsidentschaftswahl in Österreich. Pinkafeld, eine Kleinstadt in Österreich war plötzlich im Fokus der Welt. Die Menschen dort geraten in Aufruhr, da „ihr“ Pinkafeld in den internationalen Medien als Nazidorf hingestellt wurde, denn Pinkafeld war und ist die Heimatgemeinde von „ihrem“ Norbert Hofer. Er war der erste rechtspopulistische Kandidat der freiheitlichen Partei, der realistische Chancen auf das Bundespräsidentenamt hatte. Über 70% der Pinkafelder standen hinter ihm, obwohl die Gemeinde mehrheitlich sozialdemokratisch war. Im Dezember 2016 begann Regisseurin Elke Groen, den Menschen in Pinkafeld zuzuhören und sie blieb bis 2019. Dazwischen liegt eine Chronologie österreichischer Zeitgeschichte, geprägt durch den Ibiza Skandal und zwei Neuwahlen. "Der schönste Platz auf Erden" ist das Porträt eines Mikrokosmos und seiner Veränderungen über mehrere Jahre. Der Film zeichnet ein vielschichtiges Bild einer viel größeren Gesellschaft, die durch Populismus gespalten wurde und doch die Sehnsucht nach Zusammenhalt nie aufgegeben hat. Der Film lässt überraschend reflektierte Gemeindepolitiker, Gastwirte, Bäuerinnen, Discobesitzer, Pensionistinnen und Asylwerber zu Wort kommen. Ihre Hoffnungen und Ängste spiegeln die Herausforderungen unserer Zeit wieder. Ein Film, der sich Zeit nimmt, der „anderen Seite“ zuzuhören, um zu verstehen.

 

"Ein faszinierender dokumentarischer Einblick in einen von politischer Hetze zerfressenen kleinen Mikrokosmos inmitten des kleinen Burgenlandes" (uncut.at)

"Elke Groen hat in ihren Beobachtungen ausgehend vom Mikrokosmos Pinkafeld ein höchst spannendes Stück österreichischer Zeitgeschichte eingefangen. Das Endprodukt ist ein äußerst menschlicher Dokumentarfilm, der die politische Kluft zwischen Links und Rechts in Österreich zu überbrücken versucht und somit wertvolle Denkanstöße gibt." (filmpluskritik.com)

"'Der schönste Platz auf Erden' hat sich mitnichten überlebt, er bildet sogar eine gute Basis, um auf das heutige Österreich zu schauen, wie es umgeht mit der Pandemie, dem Ibiza-Video, den Polit-Polemiken, dem Aufeinanderprallen von Anschauungen." (Wiener Zeitung)

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