Neue Spielräume - Indigene Völker in Brasilien in Zeiten der Pandemie

Ort und Zeit
  • Fr, 11. Dez 2020, ab 19.30 Uhr
  • Eintritt: 8,-
  • Kinosaal
  • Gespräch
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Die verheerenden Brände im Amazonasraum im Sommer 2019 führten global vor Augen, wie sehr der weltweit größte zusammenhängende Regenwald mit seiner indigenen und naturräumlichen Vielfalt gefährdet ist. Internationale Kritik erfuhren dabei die rücksichtslose Ausbeutung von Bodenschätzen und die Ausweitung von Sojakulturen und Rinderfarmen. Seit der Covid-19-Pandemie sind nun die Bewohnerinnen und Bewohner des Amazonasraumes in den Blickpunkt gerückt, weil sie zu den gefährdetsten Gruppen gehören. Welche Vorstellung hat die Regierung Bolsonaro vom Amazonasraum? Und wie geht sie gerade angesichts der Pandemie mit den 300 indigenen Gruppen um, die in diesem fragilen Raum leben? Der Vortrag setzt sich mit diesen Themen auseinander, beschreibt aber auch, wie sich indigene Brasilianerinnen und Brasilianer vor der Pandemie schützen und mit welchen Mitteln sie sich gegen die Zerstörung ihres Lebensraums und ihrer Kulturen zur Wehr setzen.

Ursula Prutsch ist eine österreichische Historikerin. Sie unterrichtet lateinamerikanische und US-amerikanische Geschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität München.