Papicha

Ort und Zeit
  • Sa, 21. Nov 2020, ab 19.30 Uhr
  • Eintritt: 10,-/ 8,-
  • Kinosaal
  • Film
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Mounia Meddours sensibles und berührendes Coming-of-Age-Debütfilm-Drama „Papicha“ feierte Weltpremiere in der Section „Un Certain Regard“ in Cannes und wurde von Algerien für eine Nominierung, in der Oscar-Kategorie „Bester internationaler Film“, eingereicht.

Algier 1997: Islamistische Gruppierungen kämpfen mit terroristischen Mitteln gegen die Militärregierung. Die Rechte der Frauen werden zunehmend eingeschränkt, sie dürfen sich weder frei bewegen noch modische Kleidung oder Make-up tragen. Im Zentrum des Geschehens stehen allerdings weder Bombardements, Tod oder Verzweiflung, sondern etwas viel Profaneres: das Leben selbst.

Inmitten des Bürgerkriegs weigert sich die 18-jährige Studentin Nedjma, diese Unterdrückung zu akzeptieren. Sie plant eine Modenschau auf dem Campus der Universität und widersetzt sich damit dem Verbot der radikalen Islamisten. Mit unermüdlichem (Über-)Lebenswillen kämpft Nedjma fortan für Freiheit und Selbstbestimmung. Mit eindrücklichen Charakterstudien und viel Mut zum Empowerment zeigt Meddour junge Frauen, die sich den veränderten Sitten- und Moralvorstellungen entgegensetzen. Die Geschichte ist inspiriert von eigenen Erfahrungen der Regisseurin Mounia Meddour und ihren Freundinnen , die alle von einem neuen Leben in Freiheit träumten.

„Meddoour bringt einiges zusammen – Politthriller, Seifenoper, Melodram, Tragödie...
Die Pinselstriche sind breit, aber der Film hat echte Energie und ein dringendes zeitgenössisches Thema.“

„Nachdem „Papicha“ das Publikum in Cannes bewegte, wurde die arabische Produktion zum Referenzfilm für eine neue algerische Generation, als Symbol für ihren Wunsch nach Meinungsfreiheit.“
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Video-Playlist: Papicha