Peter Madsen and CIA play Silent Movies - Blätter aus dem Buche Satans

Ort und Zeit
  • Mi, 30. Sep 2020, ab 20.00 Uhr
  • Eintritt: 12,- / 10,-
  • Kinosaal
  • Konzert, Film
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Carl Theodor Dreyer – Der große Asket
Minimalistisch ist das Kino des Dänen Carl Theodor Dreyer (1889 – 1968). Auf jedes Spektakel verzichtet er, konzentriert sich ganz auf das Seelenleben seiner Protagonisten und bohrende Auslotung von Glaubensfragen. – Beim Publikum war Dreyer kaum Erfolg beschieden, doch unbestritten gehören seine Filme zu den großen Meisterwerken der Filmgeschichte.

Blätter aus dem Buche Satans
Dk 1919-1921 | 157 Minuten |  englische Zwischentitel | Mit: Helge Nissen, Halvard Hoff, Jacob Texiere, Hollander Hellemann, Ebon Strandin

In vier Episoden (Der Verrat von Judas an Jesus – Spanische Inquisition – Französische Revolution – Russische Revolution), die durch den in immer neuer Verkleidung auftretenden „Versucher“ Satan verbunden sind, prangert Dreyer die Intoleranz der Menschen an.

„‘Blätter aus dem Buche Satans‘ ist nicht zuletzt auch ein Meisterwerk raffiniert-stetiger Tempo-Steigerung von Episode zu Episode - bis zu den furiosen Szenen-Splittern der Schluß-Erzählung, die das Premieren-Publikum verstörten“ (edition filmmuseum)

„Vier Zeitalter und vier Episoden, mit denen Dreyer die Realmacht des Bösen als das Bleibende in der Geschichte beschwört. Ganz im Bann der filmischen Pionierarbeit von D. W. Griffith stellt ‚Blätter aus dem Buche Satans‘ eine Anverwandlung und Variation von ‚Intolerance‘ dar. Auch ist Dreyer der erste europäische Regisseur, der seine Filmsprache aus dem Zusammenprall von rhythmischer Montage, Großaufnahmen und Kamerafahrten gewinnt.“ (filmmuseum.at)

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