2020 Popfest im Ausnahmezustand

Ort und Zeit
  • Sa, 25. Jul 2020, ab 21.00 Uhr
  • Eintritt: Pay as you wish!
  • Kinosaal
  • Konzert

Das Popfest Wien kooperiert nun schon im dritten Jahr mit dem Stadtkino im Künstlerhaus, das Programmkino am Karlsplatz! Nach wunderbaren Musikfilmen – ausgewählt von den Popfest Kurator*innen ist heuer das Musik-Event sogar live im Kino zu erleben – und erweitert damit den Kinoraum, dort wo sonst anspruchsvolles aber auch unterhaltsames Arthouse-Kino seinen Platz auf der Leinwand hat! Dieses Jahr strahlt das Popfest auch in die Bundesländer-Kinos aus – und schafft somit ein verbindendes Moment dieser kulturell wichtigen Orte nach der Corona-Schließung, von St. Pölten bis Dornbirn, quer durch Österreich!

21:00 - HIRSCH FISCH

HIRSCH FISCH sind Norbert Trummer und Klaus Tschabitzer aka der schwimmer und können schon auf eine lange gemeinsame Geschichte zurück blicken. In den 1990er Jahren kamen sie mit der gemeinsamen Art-Folk-Formation SCHEFFENBICHLER zu einer gewissen kultischer Verehrung in heimischen subkultureller Kreisen noch lange vor dem Folk Revival der 2000er Jahre. Erfreulicherweise haben sich die beiden zwischen Wien und Steiermark pendelnden Musiker vor ein paar Jahren erneut zusammen getan um die fruchtbare Zusammenarbeit wieder aufzunehmen. Ihr Debüt als HIRSCH FISCH 2017 wurde von den Fans begeistert aufgenommen. Der eigenwillige Bandname verweist auf eine Figur in Joseph Roths Roman „Hotel Savoy“, der sein Einkommen als Lotterieträumer bestreitet.

22:00 - VOODOO JÜRGENS

Schmäh ohne: als Ende 2016 „Ansa Woar“ das Debütalbum von Voodoo Jürgens erschien bekam es durch die Bank Lobeshymnen und Top-Bewertungen; gleichzeitig schrieben wohlwollende Medien wie der Musikexpress im aufmunternden Ton, dass diese Musik nun aber wirklich zu österreichisch, zu raunzend, zu fordernd, letztlich auch zu „leiwand“ sei um von den goldenen Schallplatten der rund um diese Zeit durchstartenden und sehr breitenwirksamen österreichischen Erfolgs-Acts zu träumen. Es kam anders; „Ansa Woar“ stieg – als wohl erstes österreichisches Indie-Album überhaupt – von null auf eins in die Verkaufscharts ein, holte im Rekordtempo Gold-Status und sorgte selbst beim deutschen Nachbarn für volle Hallen und klingelnde Kassen; und das eben ohne Anbiederung an Erfolgsformeln, ohne das Schielen auf Verkaufszahlen und Hörgewohnheiten, sondern durch klassische Mundpropaganda basierend auf dem Charisma eines beinahe gescheiterten und fünf vor zwölf aus dem Underground nach oben gespülten Hallodris. Der Hype war berechtigt. „Ansa Woar“ entpuppte sich als einer der ganz großen Würfe der österreichischen Pop-Geschichte.