Peter Handke – Bin im Wald, kann sein, dass ich mich verspäte

Ort und Zeit
  • Di, 21. Feb 2017, ab 19.30 Uhr
  • Eintritt: 8,-
  • Kinosaal
  • Film

In den 1960er Jahren entwickelte sich Peter Handke rasend schnell zu einem singulären Phänomen der deutschsprachigen Literatur – ein Star, dabei ein Außenseiter, Quergeist, Widerreder, Neinsager. Was er auf eine eigentümliche Weise beständig blieb, auch als er schon zu einer fixen Größe der österreichischen Nachkriegskultur geworden war – kein Stillstand, stattdessen ständig-bedächtiges Weiter-Suchen. Dabei durfte ihn Corinna Belz eine kurze Wegstrecke lang begleiten; heraus kam dabei das immer wieder produktiv irritierende Porträt eines gern granteligen, es allen anderen, vor allem aber sich selbst schwer und ungemütlich machenden Unbefriedeten, Ungebrochenen. (Viennale.at)

Deutschland/Frankreich 2016 | Regie: Corinna Belz | 89 Minuten, deutsche Originalfassung

„Ein großartiges, sehr intimes Porträt" (Deutschlandradio Kultur)

„Ein kluger Film über einen großen Künstler" (FBW-Prädikat „Besonders wertvoll)

„Seine Fans, die Liebhaber erlesener Literatur, werden den Film wohl still verehren, feinsinnige Exegeten werden diese Hymne an die Dauer genießen. Seine robusteren Gegner werden die 89 Minuten wahrscheinlich als überspannte Hagiografie abtun, doch einen Effekt hat dieser Film sicherlich. Er lädt dazu ein, das solitäre, seit fünfzig Jahren gereifte Werk mit seiner zuweilen irritierenden Innerlichkeit noch einmal zu studieren.“ (Norbert Mayer, Die Presse)

„Jedenfalls ist Corinna Beltz ein ganz wunderbarer Film geglückt, ein Kino-Werk, das im Wortsinne bezaubern kann, ohne je in antiaufklärerische Affekte oder Sentimentalitäten zu verfallen. Ein Film, der den Sinn für die kleinen Gesten weckt, der aufräumt mit dem Kitsch vom immer brütenden, von der Inspiration überfallenen Kunstgenie. Ein lustiger Film, ein Film nicht nur für Handke-Leser, oder Literatur-Fans, sondern genauso für Pilzsammler und Spaziergänger, für Liebhaber des Schönen, ein erhellendes Stück Kino.“ (Rüdiger Suchsland, swr2.de)

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