Babadook

Ort und Zeit
  • Di, 25. Okt 2016, ab 19.30 Uhr
  • Eintritt: 8,-
  • Film

Horrorfilme von Regisseurinnen

Die Zeiten, als der Junge für einen gemeinsamen Filmabend einen Horrorfilm auswählt, damit sich das Mädchen, ängstlich wie sie nun mal sind, vor Angst in seine Arme flüchtet, sind vorbei. Splatter-Filme der achtziger Jahre wie „Halloween“ oder "Nightmare on Elm Street" sorgten damals auch schon für eine willkommene Abwechslung indem sie auf das starke Mädchen, das sogenannte "final girl" setzten, das am Ende über ihren Peiniger triumphiert. Dass dieser Triumph im knappen, vom Mördermesser zerfetzten Top davongetragen wird, dämpfte die Erwartungen der feministischen Filmtheorie schnell wieder. Die Faszination des "final girl" hält aber trotzdem noch an. Sie hat außerdem eine ganze Generation von Zuschauerinnen geprägt, die heute selbst Filme machen. Denn als Regisseurinnen von Horrorprojekten können sie natürlich besser auf die Bedürfnisse weiblicher Horror-Fans eingehen als Männer. In der Spielboden Horror Reihe lassen wir die Frauen sprechen, die sich über den Kinobesuch hinaus für das Genre engagieren, und zeigen wie Horrorästhetik aus Frauensicht aussehen kann.

Babadook

Die alleinerziehende Mutter Amelia lebt mit ihrem sechsjährigen Sohn zusammen, der von schlimmen Albträumen verfolgt wird. Das Leben von Mutter und Sohn besteht umso mehr aus Angst und Schrecken, als eine mysteriöse Kreatur die Familie heimsucht. Der australischen Horror-Debutfilm von Jennifer Kent hat bereits auf zahlreichen Festivals Furore gemacht - u.a. beim Slash-Filmfestival!

Australien 2015, 94 min, engl. O.m.U. Jennifer Kent | Mit: Essie Davis, Noah Wiseman, Daniel Henshall, Hayley McElhinney

William Friedkin (Der Exorzist) twitterte, er „habe nie einen gruseligeren Film gesehen als ‚Der Babadook‘“

"Dass dieser Thriller derart unter die Haut  geht, lieget allein an der Einfühlsamkeit, mit der die Filmemacherin in die fragile Mutter-Kind-Beziehung eintaucht. Was sie interessiert, der Schrecken, den sie mit uns teilt, ist nicht der schwarze Mann, so stilvoll-gespenstisch er auch in seiner Bilderbuch-Darstellung gelungen ist. Es ist der Einsturz des intimsten aller Schutzräume – der kindlichen Geborgenheit“ (Frankfurter Rundschau)

 

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