Amer

Ort und Zeit
  • Di, 20. Sep 2016, ab 19.30 Uhr
  • Eintritt: 8,-
  • Kinosaal
  • Film

Horrorfilme von Regisseurinnen

Die Zeiten, als der Junge für einen gemeinsamen Filmabend einen Horrorfilm auswählt, damit sich das Mädchen, ängstlich wie sie nun mal sind, vor Angst in seine Arme flüchtet, sind vorbei. Splatter-Filme der achtziger Jahre wie „Halloween“ oder "Nightmare on Elm Street" sorgten damals auch schon für eine willkommene Abwechslung indem sie auf das starke Mädchen, das sogenannte "final girl" setzten, das am Ende über ihren Peiniger triumphiert. Dass dieser Triumph im knappen, vom Mördermesser zerfetzten Top davongetragen wird, dämpfte die Erwartungen der feministischen Filmtheorie schnell wieder. Die Faszination des "final girl" hält aber trotzdem noch an. Sie hat außerdem eine ganze Generation von Zuschauerinnen geprägt, die heute selbst Filme machen. Denn als Regisseurinnen von Horrorprojekten können sie natürlich besser auf die Bedürfnisse weiblicher Horror-Fans eingehen als Männer. In der Spielboden Horror Reihe lassen wir die Frauen sprechen, die sich über den Kinobesuch hinaus für das Genre engagieren, und zeigen wie Horrorästhetik aus Frauensicht aussehen kann.

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Rot und Schwarz und Grün: Alle Farben der Dunkelheit wabern durch die Korridore einer alten Villa. Ein Mädchen begegnet dem Tod zum ersten Mal: Er wird sie begleiten. Für immer. Nur seine Erscheinung ändert sich. Die schwarzen Lederhandschuhe knarzen, ein Skalpell surrt durch die Luft ..."Amer" ist ganz großes Kunstkino und liebevolle Hommage an den italienischen Giallo zugleich. Durch die brillante filmische Umsetzung, die ihren innovativen Charakter besonders durch das exzessive Spiel von Licht und Farbe, extremen Kameraeinstellungen und dem genialen Score erhält, wird dieses Spielfilmdebüt zu einem großartigen Rausch. Es handelt sich um eine Ausnahmeerscheinung, die in dieser Form ihres Gleichen sucht. Ein unvergesslicher Trip!“

Frankreich 2010, 90 min, franz. O.m.U. Hélène Cattet | Mit: Cassandra Forê, Charlotte Eugène Guibeaud, Marie Bos, Bianca Maria D'Amato, Jean-Michel Vovk

„Ein fast ohne Sprache auskommendes Meisterwerk visuell und akustisch erzeugter Atmosphäre“. (cinema.de)

Weitere Aufführung:

6.10 | 19.30

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