Peter Madsen and CIA play Silent Movies - Sumurun

Ort und Zeit
  • Di, 12. Apr 2016, ab 20.00 Uhr
  • Eintritt: 10,-
  • Kinosaal
  • Film

Ernst Lubitsch – Vom exotischen Historienfilm zur eleganten Komödie

Berühmt ist der 1892 in Berlin geborene Ernst Lubitsch für geschliffene Tonfilm-Komödien wie „Blaubarts achte Frau“, Ninotschka“ oder „Sein oder Nichtsein“. In der Stummfilmzeit drehte er in Deutschland aber auch Monumental- und Historienfilme, ehe er nach dem internationalen Erfolg dieser Filme 1922 nach Hollywood emigrierte, wo er schon in „The Marriage Circle“ den berühmten „Lubitsch-Touch“ entwickelte.

Sumurun

Eine Gauklertruppe kommt in das Bagdad des 9. Jahrhunderts. Der Scheich und sein Sohn begehren die verführerische Tänzerin, die den Lockungen von Reichtum und Luxus erliegt. Der bucklige Gaukler, der sie aus innerstem Herzen liebt, schluckt ein vermeintlich tödliches Mittel und geistert fortan als "Leiche" durch den Film, was Anlass zu sowohl komischen als auch spannenden Verwicklungen gibt.
„Ein Abschiedsfilm: Als Buckliger spielt Lubitsch seine letzte Filmrolle, in der Adaption einer Geschichte aus 1001 Nacht, die Max Reinhardt - einst Lubitschs erster großer Mentor beim Theater - liebte und mehrfach als ‚orientalische Pantomime‘ inszenierte. Lubitsch zollt ihm Tribut, folgt dieser Vorlage, stummer Film nach stummem Reinhardt-Theater: Es geht eher um die Bewegungen, die Rhythmen als um die Handlung. Und mittendrin Lubitsch selbst, verzweifelter Clown, trotz gebrochenen Herzens von seinem Beruf zum Grimassieren und Jubilieren gezwungen.“

Deutschland 1920, 101 Minuten, englische Zwischentitel | mit: Paul Wegener, Pola Negri, Ernst Lubitsch, Jenny Hasselqvist, Harry Liedtke, Aud Egede Nissen

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