Polytechnique

Ort und Zeit
  • Di, 9. Feb 2016, ab 19.30 Uhr
  • Eintritt: 8,-
  • Kinosaal
  • Film

Denis Villeneuve-Reihe

Mit „Prisoners“ feierte der Frankokanadier Denis Villeneuve 2013 sein Hollywooddebüt. In unserer Filmreihe zeigen wir, dass er auch jenseits von Hollywood großartige Filmkunst geschaffen hat. Kein anderer Regisseur erzeugt so meisterhaft durch Bilder nervenzerfetzende Spannung, die den Zuschauer an die äußersten nervlichen Belastungsgrenzen bringt. Charakteristisch ist auch seine Kulissenwahl. In „Prisoners“ wird der Zuschauer  quasi vom regennassen, herbstgrauen und trostlosen Pennsylvania erdrückt. Mindestens genauso trostlos das graue, vernebelte Toronto in Enemy und die aussichtslose klaustrophobische und in Schwarz-Weiß gehaltene Stimmung des Vorlesungssaals in „Polytechnique“. Und nicht zuletzt wird man von der beängstigenden Stimmung des Nahen Ostens, und der Suche nach der Identität im Land der nie endenden Kriege in „Die Frau die Singt“ völlig eingenommen.

 

Polytechnique

Am 6. Dezember 1989 dringt der 25jährige Marc Lépine in die École Polytechnique im kanadischen Montreal ein. Sein Ziel: So viele Frauen wie möglich zu töten. 20 Minuten später hat er 14 Frauen ermordet und richtet sich selbst. Der Film von Regisseur Denis Villeneuve schildert die Ereignisse aus der Sicht von zwei Überlebenden.

Kanada 2009, 77 min, franz. O.m.U. Regie: Denis Villeneuve | Mit: Maxim Gaudette und Sébastien Huberdeau

 

„Die tragische Kunst von Polytechnique liegt nicht in seiner tatsächlichen Aussage, sondern darin dass er zum Nachdenken inspiriert. Es gibt Momente im Leben, da macht nichts Sinn und die Traurigkeit nimmt Überhand; Dies ist einer dieser Momente.“ - Peter Howell - Toronto Star

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