Wer rettet wen?

Ort und Zeit
  • Mi, 28. Okt 2015, ab 20.00 Uhr
  • Eintritt: 8,-
  • Kinosaal
  • Film

„Wer Rettet Wen?“ ist kein weiterer Banken- oder Eurorettungsfilm. Es ist ein Film von unten. Ein Film der uns allen gehört. Und der uns alle angeht. Er deckt auf, was bei allen „Rettungen“ bis zum heutigen Griechenlanddrama weitgehend verborgen blieb: Die radikale Veränderung der Gesellschaften in Europa. Die als „Rettung“ verkleisterte Umwandlung privater Schulden in öffentliche, hat nicht nur die Demokratie ad absurdum geführt. Sie erschüttert Gesellschaften, die sich als Sozialer Rechtsstaat begreifen, in den Grundfesten. Niemand formuliert dies im Film treffender als Mario Draghi, der als einstiger Goldman Sachs-Vizepräsident und EZB-Präsident die Wirtschaft des Euroraums lenkt: „Das europäische Sozialmodell ist Vergangenheit. Die Rettung des Euro wird viel Geld kosten. Das bedeutet, vom europäischen Sozialmodell Abschied zu nehmen." Seit sieben Jahren wird mit vielen hundert Milliarden öffentlicher Gelder gerettet.

„Wer bei ‚Wer Rettet Wen?‘ nicht aus seinem neoliberalen Schlummer erwacht, ist endgültig verloren. Der Film dürfte in der Lage sein, noch den saturiertesten Mitteleuropäer wenigstens momenthaft vom Sofa auf die Barrikaden zu treiben.“ (TIP-Berlin)

Deutschland 2015, 104 min, Deutsche Fassung
Leslie Franke und Herdolor Lorenz

 

Der Herbst im Zeichen von VisionärInnen

(in Zusammenarbeit mit Projekte der Hoffnung)

158 Personen und Organisationen wurden seit 1980 mit dem „Alternativen Nobelpreis" ausgezeichnet. Die Preisträger setzen sich für Menschenrechte, Frieden, Konfliktlösung, Rechte von Minderheiten, kulturelle und spirituelle Erneuerung, den Schutz der Umwelt und den nachhaltigen Umgang mit unseren Ressourcen ein. Seit zehn Jahren kommen jährlich drei PreisträgerInnen nach Vorarlberg. Ziel ist es, kraftvolle und oft widerständige Ideen und Projekte vorzustellen, die zukunftsträchtige Antworten auf die anstehenden ökologischen, wirtschaftlichen und sozialen Fragen geben. Antworten, die sich am guten Leben orientieren und die geprägt sind von einem ökologisch, kooperativen Weltbild, das davon ausgeht, dass wir alle verbunden sind mit dem Netz des Lebens.

Termine, Infos, Anmeldung: 19. bis 21. November, www.projekte-der-hoffnung.at

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