Olga Grjasnowa: „Die juristische Unschärfe einer Ehe“

Ort und Zeit
  • Mi, 27. Mai 2015, ab 20.30 Uhr
  • Eintritt: AK 9,– / VVK 7,– (zzgl. VVK-Gebühren)
  • Großer Saal
  • Literatur

„Man braucht nicht auf die Midlife-Crisis zu warten, man kann sein Leben auch schon mit Mitte Zwanzig wunderbar gegen die Wand fahren.“

Jonoun, Altay und Leyla haben alle Freiheiten der Welt, doch sie entscheiden sich für eine Liebe, die auch heutzutage reichlich riskant ist. Seitdem Leyla denken kann, wollte sie nur eins: Tanzen. Doch nach einem Unfall muss sie das Moskauer Bolschoi-Theater verlassen. Altay ist Psychiater. Nachdem sich seine große Liebe umgebracht hat, lässt er keinen Mann mehr an sich heran. Leyla und Altay führen eine Scheinehe, um ihre Familien ruhigzustellen. Als die  beiden in Berlin von vorne anfangen, tritt Jonoun in ihr Leben. Jonoun ist chaotisch, verfressen und unberechenbar.

Und sie liebt Leyla. Aber das kann Altay nicht zulassen. Olga Grjasnowa erzählt von zwei Frauen und einem Mann, die von Liebe träumen, aber auch nicht wissen, wie man mit der Liebe lebt. Eine rasante Dreiecksgeschichte und ein ungeheuer direkt erzählter Roman über Glück und Unglück in einer Zeit, da alles möglich scheint.

Olga Grjasnowa, geboren 1984 in Baku, Aserbaidschan, wuchs im Kaukasus auf. Längere Auslandsaufenthalte in Polen, Russland und Israel. Absolventin des Deutschen Literaturinstituts Leipzig. 2011 erhielt sie das Grenzgänger-Stipendium der Robert Bosch Stiftung. Für ihren vielbeachteten Debütroman Der Russe ist einer, der Birken liebt wurde sie 2012 mit dem Klaus-Michael Kühne-Preis und dem Anna Seghers-Preis ausgezeichnet.

Foto © Rene Fietzek