„Landwirtschaft ANDERS“ – Filmreihe mit Bertram Verhaag: Der Bauer der das Gras wachsen hört & Der Bauer mit den Regenwürmern

Ort und Zeit
  • Mi, 15. Okt 2014, ab 20.00 Uhr
  • Eintritt: 8,-
  • Kinosaal
  • Film

In Kooperation mit Bio Austria.

BIO AUSTRIA Vorarlberg organisiert in Zusammenarbeit mit dem Spielboden Dornbirn in diesem Herbst eine Filmreihe mit Filmen des deutschen Regisseurs und Produzenten Bertram Verhaag. In seinen Dokumentarfilmen legt der in München lebende Regisseur besonderes Augenmerk auf den Themenkomplex Gentechnik und Agrarpolitik – wie z. B. in seinem neuen Film „Der Landhändler – ganz ohne Gentechnik“.

Lange bevor das Wort „nachhaltig“ in aller Munde war, begann Bertram Verhaag Filme zu machen, die nachhaltig wirken – wie z. B. „Spaltprozesse“, „Restrisiko“ und „Das achte Gebot“, die die Nutzung der Atomkraft kritisch beleuchten. Sie informierten die Zuschauer nicht nur, sondern mobilisierten sie auch und trugen damit auch zum Ende der WAA und zum Atomausstieg bei. Filme über Rassismus folgten: „Blue Eyed“, „Das innere Ausland“.

Seit 2001 beschäftigt sich Bertram Verhaag mit der grünen Gentechnik. Es entstanden unter anderem Filme wie „Leben ausser Kotrolle“, „Percy Schmeiser – David gegen Monsanto“ und „Gekaufte Wahrheit“. Als Ausgleich zu diesem dunklen Themenkomplex drehte Verhaag parallel Filmen über gute nachhaltige Landwirtschaft wie „Der Bauer der das Gras wachsen hört“ oder „SEKEM – aus der Kraft der Sonne“, „Der Bauer mit den Regenwürmern“ und „Der Agrar-Rebell“.

In all seinen Filmen macht der Regisseur, der am 21. Oktober am Spielboden Dornbirn persönlich zu Gast sein wird, Mut gegen das Dogma „Da kann man eh nichts machen!“

 

Der Bauer der das Gras wachsen hört

Regie: Bertram Verhaag, D 2009, 45 Min, dt. OF

„Drei Jahr' geben wir ihm, dann frisst ihn's Unkraut z'amm.“ Über das Getuschel der Nachbarn hörte Michael Simml hinweg, als er in den frühen 80er Jahren seinen Hof auf Biolandbau umstellte – als einer der ersten in Deutschland. Michael Simml erntet höchste Erträge auf nur 18 Hektar kargem Boden im Bayerischen Wald. Und die Tuschler gestehen heute vor laufender Kamera reuig ihre üble Nachrede von damals. Simmls Erfolgsrezepte: Weite Fruchtfolgen, Zusammenarbeit auf Augenhöhe mit Regenwurf und Laufkäfer – und ein Gespür dafür, was der Boden ihm sagen will, wenn er Unkraut sprießen lässt.

Wie er das alles macht, das erzählt er mit Leib, Herz und Seele.


Der Bauer mit den Regenwürmern

Regie: Bertram Verhaag, D 2007, 45 Min, dt. OF

Sepp und Irene Braun sind seit 1984 Biobauern. Auf ihrem Hof in der Nähe von Freising betreiben sie neben biologischem Ackerbau auch biologische Viehzucht. Der Ökolandbau ist für die beiden eine Antwort auf die Frage des Klimawandels. Während sich auf konventionell bewirtschafteten Äckern durchschnittlich 16 Regenwürmer pro m² finden lassen, tummelt sich bei Sepp und Irene Braun ungefähr die 25-fache Menge. Dass sie die Lebensbedingungen der fleißigen Helfer berücksichtigen, versteht sich von selbst: ihre „Wohnungen“ werden nicht durch schwere Maschinen platt gewalzt und eine eigens gesäte Kleekräutermischung dient als Winterfutter für die kleinen Helfer. Regenwurmkot liefert wertvollen Humus bis zu 2 cm pro Jahr und 2 m tiefe Regenwurmröhren, die pro Stunde bis zu 150 Liter Wasser aufnehmen und im Boden speichern können.
Durch die erhöhte Bodenfruchtbarkeit erwirtschaften Sepp und Irene Braun weit mehr als ihre auf chemische Düngung setzenden Nachbarn.


Weiter Filme in dieser Reihe:
Der Landhändler – ganz ohne Gentechnik
Di 21.10. 19 Uhr + anschließender
Diskussion mit dem Regisseur

Das liebe Rindvieh & Vom Glück der Kühe – Naturgemäße Rinderzucht
Do 30.10. 20 Uhr

Der Bauer und sein Prinz
Do 13.11. 20 Uhr

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