5/8erl in Ehr'n

Ort und Zeit
  • Fr, 24. Okt 2014, ab 20.30 Uhr
  • Eintritt: VVK 19,– / AK 22,–
  • Großer Saal
  • Konzert

YES WE DOES – Das vierte Album

Max Gaier - Gesang
Bobby Slivovsky - Gesang
Miki Liebermann - Gitarre
Clemens Wenger - Akkordeon, Rhodes, Klavier
Hanibal Scheutz – Kontrabass

How do you do? YES WE DOES. Wenn Sie das nicht verstehen, hören Sie das aktuell vierte Album der Band, die zur Instanz geworden ist. 5/8erl in Ehr'n erschaffen eine wunderschön-verstörende Spiegelung von sich selbst, der Welt und dem Land, in dem sie zu Hause sind, Österreich. Was einem schwer zu denken geben kann, schmiegt sich handzahm und beglückend an die Ohren. Viele werden enthusiastisch durchs Wohnzimmer springen, während von Homophobie, Verstrahlung, Lipizzanern und plakativer Prominenz die Rede ist.

5/8erl in Ehr'n haben schon längst Ihr eigenes Genre kreiert. YES WE DOES vereint Wiener Soul, schweren Rocksteady, melancholische Walzer, Sex, Groove und nackte Hypnose. Ein sanftes Lied, ein furioser Ritt, dann sitzen Sie am Meer und das Licht flackert an der Oberfläche. In einer geschmierten Scheinwelt meldet sich der Sommerhit selbst zu Wort. Lassen Sie sich einlullen von ihm und gefinkelt verführen: Die Band meint es ehrlich und, wenn die Lügengebäude spielerisch zusammenbrechen, fängt sie Sie auf, versprochen. Live by the sun, love by the moon.

In ihren Albumtitel schreiben 5/8erl in Ehr'n ein grosses WE hinein, in schlechtem Englisch oder zukunftsweisendem Globish. Österreich kann abseits des Ski-Zirkus ein bisschen mehr Wir-Gefühl vertragen. WE meint die Band, Sie und das Universum. YES WE DOES huldigt den Fehler im System, ohne den es weder Veränderung noch Liebe gäbe.

Musikalisch kann man sagen: 5/8erl in Ehr'n klingen – wie zu erwarten – himmelschreiend gut. Inhaltlich kann man sagen: Die Band weiss, wie man große Freude und große Fragezeichen hinterlässt.

Sie haben's schon wieder gemacht. Die einzige wirklich coole Mundart-Band des Landes (Linzer Hip-Hopper jetzt mal ausgenommen) beweist ihre Sonderstellung. Hier wird der Dialekt nicht zum sich selbst auf die Schulter klopfenden Schmäh, sondern zum natürlichen Transportmittel für großartigen Blues (Schwochstö), gefühlvollen bis scharfen Soul und sogar Techno, wenn's sein muss (Happy Hour Stunde). Genial. (Kurier)

Bei so viel Spass lief man fast Gefahr, die musikalische Qualität des Quintetts zu übersehen. Virtuos zupfte Hanibal Scheutz den Kontrabass. Großartig, wie Clemens Wenger das Akkordeon in ein Rhythmus-Instrument verwandelte, temperamentvoll unterstützt im Beat von Miki Liebermann an der Gitarre. Der Gesang von Slivovsky und Gaier ging sowohl ins Blut als auch ins Herz. (Sara Meissner, Süddeutsche Zeitung)

www.5achterl.at


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