Neue Spielräume – Zwischen Kurdistan und Khalifat: Der neue Nahe Osten und die Desintegration Syriens und des Irak

Ort und Zeit
  • Do, 18. Sep 2014, ab 19.30 Uhr
  • Eintritt: 7,-/5,-
  • Großer Saal
  • Gespräch, Vortrag

Mit September 2014 startet eine neue Staffel der Neuen Spielräume, die nun von Thomas Schmidinger und Alicia Allgäuer kuratiert werden. Die beiden PolitikwissenschaftlerInnen stammen beide aus Feldkirch und leben und arbeiten überwiegend in Wien. Thomas Schmidinger ist Lektor am Institut für Politikwissenschaft an der Universität Wien und beschäftigt sich v.a. mit Internationaler Politik, Religion & Politik und dem Mittleren Osten und Nordafrika, insbesondere Kurdistan. Alicia Allgäuer arbeitet im Integrations- und Migrationsbereich und ist Lektorin an der FH Vorarlberg. Die neue Reihe wird wieder interessante Themen aus der internationalen Politik, sowie aus der Region in den Spielboden bringen.

 

Der Bürgerkrieg in Syrien wurde spätestens mit der Einnahme Mosuls durch den „Islamischen Staat im Irak und Sham“ im Juni auch in den ohnehin destabilisierten Irak getragen. Die Regionalregierung Kurdistans im Irak strebt seither öffentlich die vollständige Unabhängigkeit an, während die de-facto Autonomie der Kurden in Syrisch-Kurdistan durch das mit Beginn des Ramadan ausgerufene „Islamische Kalifat“ bedroht ist. Auch aus Österreich haben jihadistische KämpferInnen ihren Weg in die Reihen des „Islamischen Khalifats“ gefunden. Die auf das Sykes-Picot-Abkommen vom 16. Mai 1916 zurückgehenden Grenzen des Nahen Ostens scheint vor der Auflösung zu stehen.

 

Der Politikwissenschaftler Thomas Schmidinger, der an der Universität Wien und der Fachhoschule Vorarlberg unterrichtet und als Generalsekretär der Österreichischen Gesellschaft zur Förderung der Kurdologie / Europäisches Zentrum für kurdische Studien zuletzt im Frühling 2014 im Irak und Syrien forschte, analysiert die Veränderungen in der Region und diskutiert die Rolle Europas und der Internationalen Gemeinschaft in der Region.