Mile Me Deaf

Ort und Zeit
  • Do, 25. Sep 2014, ab 21.00 Uhr
  • Eintritt: 12,-/9,-
  • Kantine
  • Konzert

Wolfgang Möstl is the genius you’ve never heard of. No matter how hip with the buzz-blogs you are, there’s a good chance the Austrian lo-fi noise-fuzz indiepop scene was missed, which is almost criminal.”, so schrieb The Line of Best Fit anlässlich der Veröffentlichung des Mile Me Deaf Debutalbums Eat Skull und vergab euphorische 8,5 von 10 Punkte.

Tatsächlich hat Wolfgang mit bescheidener DIY-Attitüde und unerschöpflichem musikalischem Output in Österreich frühzeitig einen noisigen Lo-Fi und Garagen-Sound etabliert, der mit Bands wie Cloud Nothing, Metz bis Mac DeMarco nun gerade großen internationalen Widerhall findet. Der Workaholic im Slacker-Pelz ist jedes Jahr an etlichen Produktion entweder als Produzent an den Reglern oder als Musiker bei Mile Me Deaf, Killed by 9V Batteries, Sex Jams oder Goldsoundz beteiligt und ist in der heimischen Szene ein genreübergreifender Dreh- und Angelpunkt geworden.

Das zweite Mile Me Deaf Album Holography zeichnet ein phantastisches Universum des Eskapismus. Chatroomgespräche, Schichtarbeit im Motorenwerk, Computerspiele, Trashfernsehen, B-Movies und die alle vermeintliche Wirklichkeit in Frage stellenden Erkenntnisse der modernen Quantenphysik verklumpen zu Orten leichter, abstumpfender Unterhaltung und Quellen der Inspiration zu gleich. Die Protagonisten dieser Welt sind der Einfachheit halber direkt aufs Cover gepappt: Peggy Bundy, Hunter S Thompson, Sky Ferreira, der Physiker Leonard Susskind, Reinhold Messner, Syd Barrett und viele andere posieren, neben den Bandmitgliedern selbst, in einem Diorama der Realitätsverweigerung.

Wolfgang Möstl präsentiert mit Holography sein wohl persönlichstes und kompakteste Album seines Gesamt-Oeuvres. Es ist das zweite Mal das Wolfgang Möstl gemeinsam mit dem Wiener Produzenten und Musiker Patrick Pulsinger zusammengearbeitet hat. Die Songs strahlen die Innovationskraft von großen Namen wie Flaming Lips, Ween oder Yo La Tengo wieder und so überzeugt der Longplayer durch seinen abwechslungsreichen Klangteppich zwischen unbeschwerten Pop-Melodien, eleganten Noisepassagen, sachten Folkanleihen und dezentem Bläsereinsatz.

milemedeaf.com

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Video-Playlist: Mile Me Deaf