Sommerfrische – Andrea Winkler & Bastian Kresser

Ort und Zeit
  • Do, 4. Jul 2013, ab 20.30 Uhr
  • Eintritt: 10,–/7,– und Festivalpass: 30,-/20,-
  • Areal
  • Literatur

Michael Köhlmeier musste seinen bereits angekündigten Auftritt auf Grund einer anderweitigen Verpflichtung leider absagen. Statt Michael Köhlmeier wird die großartige Andrea Winkler an diesem Abend lesen.


Open Air
Bei Schlechtwetter findet die Veranstaltung im Saal statt!


Andrea Winkler liest aus König, Hofnarr und Volk

Das Buch
Lina ist überglücklich: Sie wurde am „Institut für Gedankenkunde und Verstehen“ aufgenommen. Und wird so ihrem Wunsch einen Schritt näherkommen, das eigene Denken und Verstehen immer zarter und feiner werden zu lassen. Glaubt sie. Doch in Andrea Winklers Roman ist nichts, wie es scheint: Am Institut geht es offenbar um etwas ganz anderes als um Bildung. Die Sätze der Lehrenden sind voller Widersprüche, voller Ängste, und diejenigen, welche die Macht haben zu sprechen, wissen nicht, was sie sagen.

Andrea Winkler wurde 1972 in Freistadt geboren. Sie studierte Germanistik und Theaterwissenschaft in Wien, wo sie als freie Schriftstellerin lebt. Zahlreiche Preise (u.a. Abraham Woursell Award, Förderungspreis der Republik Österreich). Bücher: Arme Närrchen (2006), Hanna und ich (2008), Drei, vier Töne, nicht mehr (Zsolnay, 2010) und König, Hofnarr und Volk (Zsolnay, 2013).

Foto: Reinhard Winkler


Bastian Kresser liest aus Ohnedich

Das Buch
Ohnedich ist die Geschichte dreier Freunde, die sich gegenseitig ihr Leben definierten. Eine von ihnen ist nicht mehr da. Der Ich-Erzähler spricht mit ihr, will einen Tag ihres gemeinsamen Lebens festhalten – den Tag des großen Erdbebens. Schreibend holt er die Freundin in sein Leben zurück und im Erinnern entfaltet sich das Bild einer besonderen Verbundenheit. Der Erzähler will sich an alles erinnern, an jedes Gespräch, an jede Kleinigkeit. Nur indem er seine Freundin ganz gezielt wieder in seinen Alltag holt – so glaubt er –, kann er irgendwann einen Alltag ohne sie und ohne ihre permanente Anwesenheit führen.

Bastian Kresser, geboren 1981 in Feldkirch/Vorarlberg. Studium der Anglistik und Amerikanistik in Innsbruck, veröffentlichte unter anderem in der Literaturzeitschrift Akzente, übersetzte gemeinsam mit Michael Köhlmeier, Hans Magnus Enzensberger, Durs Grünbein u. a. Gedichte von Wallace Stevens (Hellwach – am Rande des Schlafs, Hanser 2011). Lebt in Hohenems.

Foto: Stefan Wilfinger