Sommerfrische – C. W. Bauer & Josef Brainin

Ort und Zeit
  • Do, 11. Jul 2013, ab 20.30 Uhr
  • Eintritt: 10,–/7,– und Festivalpass: 30,-/20,-
  • Areal
  • Literatur

Open Air in Kooperation mit dem Jüdischen Museum Hohenems.

Bei Schlechtwetter findet die Veranstaltung im Saal statt!


C. W. Bauer liest aus Die zweite Fremde


Das Buch
Zehn Menschen, die in den Märztagen 1938 aus Innsbruck und Wien fliehen mussten, die aus ihrer Kindheit vertrieben wurden, aus einem Leben, für das sie Träume und Pläne hatten. Um in ihren Fluchtländern England und Israel Fuß zu fassen, galt es, ihre Muttersprache zu verdrängen, auch zu verheimlichen, denn Deutsch war die Sprache der Täter. So wurde ihnen die Fremde zur neuen Heimat, die alte Heimat zur zweiten Fremde. Christoph W. Bauer ist ihren Lebenswegen bis in die Gegenwart herauf nachgegangen. Ausgehend von seinen Begegnungen und Gesprächen in England und Israel sind zehn Porträts entstanden, die zu einer Geschichte über Heimat, Entfremdung und Erinnerung zusammenfinden.

Christoph W. Bauer, geboren 1968 in Kärnten, aufgewachsen in Lienz/Osttirol und Kirchberg/Tirol, lebt derzeit als Autor in Innsbruck. Lyrik, Prosa, Essay, Hörspiel („Und immer wieder Cordoba“, ORF 2006, zuletzt: Der Buchdrucker der Medici (2009), gemeinsam mit Anton Christian schweben im kopf (2010) sowie zuletzt die Gedichtbände mein lieben mein hassen mein mittendrin du (2011) und getaktet in herzstärkender fremde (2011).

Foto: Flo Schneider


Josef Brainin liest aus Der Staubleser

Das Buch
Niemand kann die Spuren der Vergangenheit besser lesen als der Wiener Antiquitätenhändler Alfred, der so lange kaum zwischen schönen Frauen und schönen Objekten unterscheidet, bis zwei Ereignisse sein sorgloses Leben durcheinanderbringen. Erstens – er verliebt sich in eine junge Frau aus der sogenannten besseren Gesellschaft und zweitens steht plötzlich eine reizende alte Dame in seinem Geschäft, die ihn bittet, ein Bild wiederzubeschaffen, das ihrer Familie vor siebzig Jahren von den Nazis geraubt wurde. Alfred macht sich auf die Jagd und stürzt unversehens in ein Dickicht aus Raubkunst, einem verschworenen Netzwerk von Kunstsammlern sowie einem immer noch erstaunlich präsenten Antisemitismus. Trotz drohender Gefahren nimmt Alfred den ungleichen Kampf mit Mitteln auf, derer er sich selbst nicht für fähig gehalten hätte ...

Josef Brainin, geboren 1950 in Wien. Nach vielen Jahren in der IT-Branche, im Bereich Corporate Communications, setzt er das präzise Beschreiben von Zuständen und Prozessen mit einer anderen Sprache und ­anderen Inhalten fort. Dazwischen immer wieder Über­setzungen, Fachartikel, Texte und Lyrik.

Foto: Ruth Ehrmann