Der Tango der Rashevskis

Ort und Zeit
  • Mi, 6. Feb 2013, ab 19.30 Uhr
  • Eintritt: 7,-/4,-
  • Kinosaal
  • Film

Eine Veranstaltung des Jüdischen Museums Hohenems in Kooperation mit dem Spielboden Dornbirn.

Regie: Sam Garbarski, B/F/L 2003, 100 min, dt. Fassung
Darsteller: Hippolyte Girardot, Ludmila Mikaël, Michel Jonasz, Daniel Mesguich, Nathan Cogan, u.a.

Nach dem Tod ihrer Großmutter beginnt für eine liberale, jüdische Familie eine turbulente Zeit religiöser Selbstfindung.

Bisher war die alte Dame nicht unbedingt für ihre Religiosität bekannt. Doch Rosa Rashevski (Laurence Masliah) hat sich zu Lebzeiten ein Grab auf einem jüdischen Friedhof reservieren lassen. Jetzt hat sie mit 81 Jahren das Zeitliche gesegnet und ihre Beerdigung löst einen zum Teil schmerzlichen Selbstfindungsprozess unter ihren Nachkommen aus. Nina (Tania Garbarski), die „halb-jüdische“ Enkelin zum Beispiel möchte orthodoxer werden und unbedingt eine jüdische Familie gründen. Pech bloß, dass der Mann ihrer Träume ein Christ ist. Aber das kann man ja ändern. Schon leichter hat es da Ric (Rudi Rosenberg), der „nur“ mit einer Muslimin befreundet ist.
Dabei heraus kommt eine warmherzige, ironische Familiengeschichte um Identitäten, Übertritte und Grenzgänge, in der Regisseur Sam Garbarski seine Figuren, ob Juden, Christen oder Muslime, bisweilen im wahrsten Sinne des Wortes auf der Leinwand leichtfüßig tanzen lässt. Unterstützung bekommt der luxemburgische Filmemacher dabei von der romantischen Musik von Michael Galasso, die deutlich macht, wobei es Garbarski bei der Auseinandersetzung um Vorurteile, Religion und Tradition geht: nämlich um die Liebe.


Filmprogramm zur Ausstellung
„Treten Sie ein! Treten Sie aus! Warum Menschen ihre Religion wechseln“
23. Oktober 2012 – 24. März 2013, im Jüdischen Museum Hohenems


www.jm-hohenems.at

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