Woody Allen Filmreihe – Die letzte Nacht des Boris Gruschenko

Ort und Zeit
  • Di, 29. Mai 2012, ab 20.30 Uhr
  • Eintritt: 7,-/4,-
  • Film

Was Sie schon immer über Woody Allen wissen wollten – Eine Filmreihe in Zusammenarbeit mit dem Jüdischen Museum Hohenems
als Begleitprogramm zur Ausstellung "Was Sie schon immer über Juden wissen wollten ... aber nie zu fragen wagten."


Wie kaum ein anderer hat der New Yorker Woody Allen das Bild des nervösen urbanen Intellektuellen des 20. Jahrhunderts ironisiert und zugleich liebevoll verkörpert. Und immer wieder verstecken sich in seinen Filmen böse, jüdische Pointen.
Seine Figuren werden gerne als Sinnbild einer Diaspora-Existenz gelesen, die über sich selber lachen kann und zugleich wie ein empfindlicher Seismograph die Abgründe und Ressentiments der modernen Gesellschaft registriert. Doch so einfach gehen Woody Allens absurde Gleichungen nicht immer auf.
Die Filmreihe präsentiert einen Querschnitt durch Woody Allens virtuoses Spiel mit „jüdischen Stereotypen“.




Regie: Woody Allen, USA 1975, 81 min, Deutsche Fassung, digital

Der hasenfüßige Intellektuelle Boris Gruschenko, gespielt von Woody Allen, ist in heißer Liebe zur schönen Sonja (Diane Keaton) entbrannt. Die napoleonischen Kriege hingegen lassen ihn völlig kalt. Doch Sonja will einen reichen, übelriechenden Fischhändler heiraten. So schließt sich Boris aus Verzweiflung der Armee an. Als er völlig mittellos aus dem Krieg zurückkehrt, willigt Sonja doch noch ein, ihn zu heiraten. Ihr gemeinsames Leben ist reich – reich an Philosophie, Enthaltsamkeit und Mahlzeiten aus Schnee ... bis Napoleon einfällt, in Russland einzumarschieren. Eine abgründige Historien-Satire.