Attwenger & LinksabbiegA

Ort und Zeit
  • Do, 17. Nov 2011, ab 21.00 Uhr
  • Eintritt: 16,-/12,-

Attwenger

Hintn umi is eh ned so schlecht: Gymnastik für Hirn, Herz und Haxen. Attwenger grooven auch mit Old-School-Rock-'n'-Roll und Cajun

Pünktlich zum 20-jährigen Betriebsjubiläum von Attwenger hat das oberösterreichische Musikantenduo "neue" Stile in den idiosynkratischen Klangkosmos integriert. Nach dem Mix aus originärer Volksmusi und Hardcore-Punk in den frühen 1990ern folgten HipHop, Drum 'n' Bass und Dub, bei aller lokaler Verwurzelung funktionierte der radikal eigenständige Sound auch immer im weltweiten Kontext.

Davon zeugten Reisen nach Simbabwe, Sibirien, Malaysia, Pakistan oder Mexiko, wo der Mundartgesang der Linzer Buam Markus Binder (Schlagzeug) und Hans-Peter Falkner (Akkordeon) bestimmt nicht verstanden worden ist, der Vibe aber sehr wohl.

Dieser (scheinbare) Spagat zwischen Lokalkolorit und Internationalität, zwischen oberösterreichischen Dialektwortspielen und groovenden Lautmalereien erinnert an einen anderen großen Avantgarde-Heimatdichter: Ernst Jandl, dessen Sprechperformance bei der "International Poetry Incarnation" 1965 in der Londoner Royal Albert Hall allein durch Klang und Rhythmus zu begeistern wusste. Mit Sprachjongleuren wie Jandl oder der Wiener Gruppe lassen sich Attwenger ohnehin gut und gern vergleichen, dabei kommt die politische Botschaft aber auch nicht zu kurz. Geht es doch gegen den Mief und die "Klakariadn" in allen Gesellschaftsbereichen, Binder und Falkner selbst kann man musikalische Engstirnigkeit jedenfalls nicht vorwerfen.
Auf dem neuen Attwenger-Album Flux veredeln sie den Turbopolka-Kantri-Punk-Groove mit 50ies-Rock-'n'-Roll (Shakin My Brain), vor allem aber Quetschn-lastigem Cajun/ Zydeco (Kugl, Orkan) oder Swing und weiteren musikalischen Feinheiten: psychedelische Maultrommel auf Internet ged oder Funk und Soul-Zitaten.

Berührungsängste kennen die zwei Antistars sowieso nicht, im Videoclip zu Shakin My Brain treten sie in goldenen Glitzeranzügen auf - ihr Elvis (Binder: "Ohne King keine Attwenger") ist aber weniger der aus der Las-Vegas-Spätphase denn der wilde Hillbilly von 1955 und 1956.

Gerhard Dorfi/Standard

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LinksabbiegA

Ein Vorarlberger Mikrofon-Junk der allerfeinsten Sahne, ein steirischer Altlagerfeuerromantiker und ein deutscher Multiinstrumentalist treffen sich um Musik zu machen. Edle Worteleganz trifft beats, Flächen, verschrammelte Gitarrenriffs, jazzige Akkorde und manch gemeinsamen Refrain. Reinhören zahlt sich da immer wieder aus. die LINKSABBIEGA

  
 

 

 

 

 

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