X-Mas "Romamusik und Romamärchen" - Harri Stojka & Michael Köhlmeier

Ort und Zeit
  • Mo, 28. Dez 2009, ab 20.30 Uhr
  • Eintritt: 19,-/15,-
  • Literatur

Nicht nur Sprache und Musik, sondern auch das Musikalische am Erzählen, und das Erzählerische am Musizieren - Geschichten der Roma musikalisch und literarisch.

Hier erleben wir nicht nur Sprache und Musik, sondern auch das Musikalische am Erzählen und das Erzählerische am Musizieren.

Michael Köhlmeier hat einen Zugang zur Literatur gefunden, der dem Umgang vieler Musiker mit ihren Vorlagen ähnelt: Zunächst liest er, für sich, einen Text, nimmt ihn gewissermaßen in sein Inneres auf und verleiht ihm dann, je nach Abend und Ort, spontane, jeweils leicht variierende Gestalten. Ob klassische Sagen des Altertums, Shakespeare oder Grimms Märchen: Michael Köhlmeier interpretiert diese Vorlagen, im künstlerischen Sinn, und so, als sei die Tinte der ursprünglichen Geschichten noch frisch. Für diesen Abend hat er einige Märchen aus der Sammlung von Milena Hübschmannova ausgewählt.

Interpretation und Variation - zwei Begriffe, die auch in der Musik von Harri Stojka grundlegende Bedeutung haben. Stojka, einfallsreicher Wandler zwischen Jazz, traditioneller Romamusik, Funk und Rock, hat sich in den letzten Jahren wieder verstärkt der Musik seines Volkes zugewandt, der „Lovara-Rom-Dynastie vom Stamm der Bagareschtschi“ (www.harristojka.at). In seinem Programm finden sich einige Lieder, die er von seinem Vater Mongo oder seiner Tante Ceija Stojka gelernt hat. Musik und Märchen haben Harri Stojka von frühester Kindheit an begleitet und geprägt. Weitere Einflüsse im Repertoire des ehemaligen Wunderkindes und mittlerweile reifen Musikers Harri Stojka sind die Werke von Django Reinhardt und anderen großen Jazz-Gitarristen, zu denen er selbst längst auch zu zählen ist.

Musiker: Harri Stojka & Claudius Jelinek