Jochen Distelmeyer (Blumfeld) / Support: Pendler

Ort und Zeit
  • Do, 10. Dez 2009, ab 21.00 Uhr
  • Eintritt: 18,-/14,-

Songs & Voices

 „Heavy“ ist da! Das erste Soloalbum von Jochen Distelmeyer...


Mehr als 2 Jahre sind seit der  Auflösung seiner wegweisenden Band Blumfeld vergangen, die mit ihm als Kopf, Sänger und Gitarrist Musikgeschichte geschrieben hat. Mit Blumfeld prägte er eine ganze Generation von Bands und Künstlern. Als 1992 das Album „Ich-Maschine“ auf dem Independent-Label „Zick Zack“ erschien, war bereits klar, dass eine neue Ära hiesiger Popkultur eingeläutet wurde. Die Musikpresse feierten Distelmeyer und Blumfeld als Begründer einer neuen Bewegung. Schließlich hatte die Band eine völlig neue Sprache und einen einzigartigen Sound kreiert.

Mit „Heavy“  schlägt Distelmeyer ein neues Kapitel seines künstlerischen Schaffens auf und präsentiert sich einmal mehr als Songwriter der Stunde. Dabei ist „Heavy“ das außergewöhnliche Ergebnis einer intensiven musikalischen Selbsterfahrung unter neuen Vorzeichen. Distelmeyer produzierte „Heavy“ zusammen mit Andreas Herbig (u.a. Deichkind, a-ha, Bootsy Collins) in Bandbesetzung. Der eindeutige, druckvolle und abwechslungsreiche Sound setzt sich deutlich von den zeitgenössischen Standardproduktionen ab. Mit eindringlicher Klarheit behandelt Distelmeyer auf „Heavy“ die existentiell  menschlichen Themen von Liebe und Glück, Verlust und Trauer, Freude und Wut - vor dem Hintergrund einer Welt im Wandel. In großen Rocksongs wie „Wohin mit dem Hass?“, „Hinter der Musik“ oder „Hiob“ gibt Distelmeyer Emotionen eine Stimme, die in der Musik heute so gar nicht mehr verhandelt werden. Weiter machen, bei sich sein,  lieben, aufstehen gegen Ungerechtigkeit: Distelmeyer nimmt uns an die Hand und gibt uns mit jedem seiner Lieder zu verstehen, dass wir gemeint sind. Der Facettenreichtum von „Heavy“ ist dabei schier einmalig. In Popsongs von internationalem Format wie „Bleiben oder gehen“, „Jenfeld Mädchen“ oder „Nur mit dir“ zeigt Distelmeyer eine Seite, die so berührend ist, dass man keines dieser Lieder mehr aus dem Kopf bekommt.

Und: Jochen Distelmeyer ist ein begnadeter Sänger. Man möchte ihm den ganzen Tag zuhören!

 

Support: PENDLER präsentieren ihre neue CD

Die spannendste Popmusik kommt häufig von Musiker_Innen, deren Wurzeln ganz woanders liegen. Sabine Marte (SV Damenkraft), Markus Marte (Mose) und Oliver Stotz (Gustav & Band) hatten und haben nebst anderen musikalischen Projekten schon Standbeine als Video- und Performance-Künstlerin, Toningenieur bzw. Gitarrist, ehe sie sich 2005 zum Trio Pendler zusammentaten und damit begannen, eine eigene Spur zwischen Folk, Pop und Elektronik zu ziehen.

Die Musik von Pendler, ein experimenteller, eigenständiger, mal gemächlich fließender, mal sehr dynamischer Hybrid aus Folk, Pop und Elektronik ist schön anzuhören, fantastisch arrangiert von Oliver Stotz und so sicher in sich selbst ruhend, dass einem kaum eine „Klingt so ähnlich wie...“-Referenzkrücke einfallen will. Von „The Notwist“ vielleicht mal abgesehen, aber für diesen Vergleich braucht sich nun wirklich niemand schämen.