Jüdische Filmwochen Vorarlberg - Der Blaumilchkanal

Ort und Zeit
  • Di, 24. Nov 2009, ab 22.00 Uhr
  • Eintritt: 7,-/4,-
  • Film

Einführung und Gespräch mit Hanno Loewy, Hohenems

Regie: Ephraim Kishon, Israel/USA/BRD 1969, 95 min, dt. Fassung
Einführung: Hanno Loewy (Hohenems)


Kishons unvergleichliche Karriere als satirische Stimme Israels im deutschsprachigen Europa nahm nicht zuletzt mit dem „Blaumilchkanal“ seinen Anfang. Kasimir Blaumilch bricht aus der Irrenanstalt aus und bohrt mit einem gestohlenen Presslufthammer mitten in Tel Aviv die Allenby-Straße auf. Als die Polizei in vorauseilendem Gehorsam die Hauptverkehrsstraße sperrt und die Anwohner sich über den 24-Stunden-Lärm beschweren, beginnen die Behörden im Rathaus mit der Suche nach dem Urheber des Treibens. Doch die Behörden geben sich gegenseitig die Schuld für das Schlamassel.
Um die Bautätigkeit rasch zu beenden wird Blaumilch von Bautrupps mit schwerem Gerät unterstützt, bis er mit seinem Presslufthammer an das nahe gelegene Meer gelangt, sodass die Wassermassen mitten nach Tel Aviv strömen können.
Der Bürgermeister eröffnet stolz den Allenby-Kanal und preist die Stadt als „Venedig des Nahen Ostens“. Der Magistratsangestellte Ziegler, der Einzige, der inzwischen verstanden hat, wie es zu den Bauarbeiten kam, wird in die Psychiatrie gebracht.

Hanno Loewy, Film- und Literaturwissenschaftler, war Gründungsdirektor des Fritz Bauer Instituts in Frankfurt, ist seit 2004 Direktor des Jüdische Museum Hohenems und Lehrbeauftragter an verschiedenen Universitäten im Schwerpunkt Film.

Eine Veranstaltungsreihe von: FKC Dornbirn, Film-Forum Bregenz, Jüdisches Museum Hohenems, TaS-Kino, Spielboden Dornbirn