Kinderrechts-Filmtage - Alan und Naomi

Ort und Zeit
  • Sa, 21. Nov 2009, ab 20.30 Uhr
  • Eintritt: 7,-/4,-
  • Film

Regie: Sterling VanWagenen, USA 1991, 95 min, dt. Fassung, digital, FSK ab 10 Jahren

Großer Preis der Stadt Bellinzona 1991, Preis der Kinderjury Wien 1992
nach einem Buch: der gelbe Vogel / ist sehr bei LehrerInnen begehrt..

Naomi erlebt, wie ihr Vater gewaltsam von der Gestapo gefangen genommen wird....

"Warum gerade ich?", fragt der 14jährige Alan. Warum muss er die verrückte Naomi besuchen, während seine Freunde draußen spielen? "Weil du einer von den Glücklichen bist", sagt sein Vater. Was das bedeutet, lernt Alan erst, als er Naomi näher kennen lernt. Seit das Mädchen mit ansehen musste, wie sein Vater von der Gestapo verhaftet wurde, spricht es nicht mehr. Auch nicht im sicheren Brooklyn des Jahres 1944, wohin Naomi und ihre Mutter flüchten konnten. Vorsichtig beginnt Alan Naomi ins Leben zurückzuholen, und die beiden werden unzertrennliche Freunde. Aber ihr tiefes Trauma hat Naomi noch nicht überwunden.

Äußerst einfühlsam inszenierte Sterling VanWagenen diese Geschichte einer ungewöhnlichen Freundschaft – die Kinderjury des Internationalen Kinderfilmfestivals Wien 1992 belohnte dafür den Film mit dem ersten Preis. In der Begründung heißt es: "Wir haben dem Film den ersten Preis gegeben, weil die Schauspieler sehr gut waren und weil er ein ernstes Thema sehr einfühlsam aufgegriffen hat, das normalerweise übergangen wird. Er hat die Schrecklichkeiten dieser Zeit sehr gut dargestellt."

 

Kinderrechts Filmtage Vorarlberg

Am 20. November des Jahres 1989 verabschiedete die UNO (die Vereinten Nationen) eine Konvention über die Rechte der Kinder, die inzwischen von allen Staaten der Welt, mit Ausnahme der USA und Somalia, unterzeichnet wurde. Österreich ratifizierte die Erklärung im Jahr 1992 (5. Sept.). Grundsätzlich werden die Internationalen Kinderrechte unterteilt in die 4 Grundrechte: Recht auf Leben. Recht auf Entwicklung. Recht auf Schutz. Recht auf Teilhabe. Diese 4 Grundrechte werden in den 54 Artikeln der Kinderrechtskonvention realisiert, als umsetzbares Rechtsgut formuliert und differenziert ausgestaltet. Die Vorarlberger Kinderrechts-Filmtage orientieren sich in ihrer Programmgestaltung an dieser Internationalen Kinderrechtskonvention und wollen Kinder, Jugendliche und Erwachsene über die Grundlagen bestehenden Rechtsgutes und über die Bedingungen der Anwendung der Kinderrechtskonvention in unterschiedlichen gesellschaftlichen, politischen und kulturellen Räumen informieren. Künstlerisch hochwertige Filme stellen für dieses Unterfangen und für alle Altersstufen das optimale Vehikel dar. In ihrer Gesamtheit präsentieren die ausgewählten Filme drei unterschiedliche Sicht- und Realitätsebenen: einerseits das deutliche Gelingen (1), andererseits das deutliche Scheitern (2) der Kinderrechte, fußend auf unterschiedlichen nationalen und globalen Realitäten (historischen und gegenwärtigen), und (3) die Vielzahl an Übergangs- und Zwischenbereichen. Darin spiegeln sich die Komplexität des Lebens und die Vielfalt gesellschaftlicher Realitäten, die eine differenzierte Auseinandersetzung verlangen - eine Auseinandersetzung und Gegenüberstellung im Spannungsbogen eines überschaubaren Rechtsgutes auf der einen Seite und einer kaum fassbaren Vielfalt an Lebensprozessen und Lebensentwürfen andererseits. Dank der Kooperation zwischen den beteiligten Filmklubs, der Mitwirkung der großen Sozialeinrichtungen, des Kinder- und Jugendanwaltes
und dank der wohlwollenden Förderung durch die Landesregierung kann das Festival an mehreren Spielorten in Vorarlberg angeboten werden. Hierfür und für die Mitwirkung aller Beteiligten bedanken wir uns herzlich. Dr. Gerhard König, Mag. Carmen Feuchtner (Welt der Kinder) Welt der Kinder - Plattform für eine Kindgerechte Gesellschaft: www.weltderkinder.at | Kinder und Jugendanwalt Vorarlberg: www.vorarlberg.at/kija | Bundesministerium für Gesundheit, Familie und Jugend: www.kinderrechte.gv.at

 

Unterrichtsmaterial