Kinderrechts-Filmtage - El Bola

Ort und Zeit
  • Do, 19. Nov 2009, ab 20.30 Uhr
  • Eintritt: 7,-/4,-
  • Film

Regie: Achero Mañas, Spanien 2000, 88 min, OF m. engl. UT, ab 14/15 Jahren

Sein Spitzname ist "El Bola - die Kugel", weil er immer eine Kugel als Talisman bei sich trägt. Freunde hat er keine. Zu groß ist das Geheimnis, das er mit sich herumträgt. Dann taucht Alfredo als neuer Schüler in seiner Klasse auf, und El Bola lernt zum ersten Mal die Bedeutung von Freundschaft kennen. In Alfredos Familie erfährt er eine liebevolle Atmosphäre des Vertrauens, die ihm hilft, seine eigene brutale Familiensituation zu erkennen und sich dagegen zu wehren.


Dieser feinfühlige Film über Gewalt gegenüber Kindern kommt ohne große Gewaltszenen aus und bezieht seine Spannungselemente aus dem Kontrast zwischen einer intakten Familie und dem Gegenteil. Er erschließt dem Zuschauer genauso vorsichtig sein Thema, wie El Bola selbst sich damit konfrontieren kann.

weitere Details unter: http://www.filmmovement.com/filmcatalog/index.asp?MerchandiseID=2

 

Kinderrechts Filmtage Vorarlberg

Am 20. November des Jahres 1989 verabschiedete die UNO (die Vereinten Nationen) eine Konvention über die Rechte der Kinder, die inzwischen von allen Staaten der Welt, mit Ausnahme der USA und Somalia, unterzeichnet wurde. Österreich ratifizierte die Erklärung im Jahr 1992 (5. Sept.). Grundsätzlich werden die Internationalen Kinderrechte unterteilt in die 4 Grundrechte: Recht auf Leben. Recht auf Entwicklung. Recht auf Schutz. Recht auf Teilhabe. Diese 4 Grundrechte werden in den 54 Artikeln der Kinderrechtskonvention realisiert, als umsetzbares Rechtsgut formuliert und differenziert ausgestaltet. Die Vorarlberger Kinderrechts-Filmtage orientieren sich in ihrer Programmgestaltung an dieser Internationalen Kinderrechtskonvention und wollen Kinder, Jugendliche und Erwachsene über die Grundlagen bestehenden Rechtsgutes und über die Bedingungen der Anwendung der Kinderrechtskonvention in unterschiedlichen gesellschaftlichen, politischen und kulturellen Räumen informieren. Künstlerisch hochwertige Filme stellen für dieses Unterfangen und für alle Altersstufen das optimale Vehikel dar. In ihrer Gesamtheit präsentieren die ausgewählten Filme drei unterschiedliche Sicht- und Realitätsebenen: einerseits das deutliche Gelingen (1), andererseits das deutliche Scheitern (2) der Kinderrechte, fußend auf unterschiedlichen nationalen und globalen Realitäten (historischen und gegenwärtigen), und (3) die Vielzahl an Übergangs- und Zwischenbereichen. Darin spiegeln sich die Komplexität des Lebens und die Vielfalt gesellschaftlicher Realitäten, die eine differenzierte Auseinandersetzung verlangen - eine Auseinandersetzung und Gegenüberstellung im Spannungsbogen eines überschaubaren Rechtsgutes auf der einen Seite und einer kaum fassbaren Vielfalt an Lebensprozessen und Lebensentwürfen andererseits. Dank der Kooperation zwischen den beteiligten Filmklubs, der Mitwirkung der großen Sozialeinrichtungen, des Kinder- und Jugendanwaltes
und dank der wohlwollenden Förderung durch die Landesregierung kann das Festival an mehreren Spielorten in Vorarlberg angeboten werden. Hierfür und für die Mitwirkung aller Beteiligten bedanken wir uns herzlich. Dr. Gerhard König, Mag. Carmen Feuchtner (Welt der Kinder) Welt der Kinder - Plattform für eine Kindgerechte Gesellschaft: www.weltderkinder.at | Kinder und Jugendanwalt Vorarlberg: www.vorarlberg.at/kija | Bundesministerium für Gesundheit, Familie und Jugend: www.kinderrechte.gv.at