Die Bedeutung des Staates Israel für die Diaspora

Ort und Zeit
  • Mi, 15. Okt 2008, ab 20.30 Uhr
  • Eintritt: 7,- / 4,-

Vortrag von Ari Rath (Jerusalem)



Der Begriff einer jüdischen Diaspora beinhaltet das Bestehen eines geistigen,

kulturellen und politischen Zentrums, das eine gewisse Ausstrahlung auf die jeweils bestehende Diaspora ausüben soll. Die Erwartung der Staatsgründer,dass nach der Entstehung des Staates Israel aus den Ruinen der Shoahdie Mehrheit des jüdischen Volkes, auch aus freien demokratischen  Ländern,in die neue jüdische Heimat strömen wird, hat sich nicht erfüllt. Ari Raths Vortrag wird sich mit Fragen der doppelten Loyalität, der Rolle des orthodoxen Judentums, der Zukunft der Siedlungen in den besetzten Gebieten und der Definition, ob Israel ein demokratischer, jüdischer Staat, oder ein säkularer, demokratischer Staat sein soll beschäftigen.

Ari Rath, 1925 in Wien geboren, nach dem „Anschluss“ nach Palästina ausgewandert, war viele Jahre Chefredakteur der Jerusalem Post. Er ist bis heute ein streitbarer Verfechter einer friedlichen Koexistenz von Israelis und Palästinensern.