Schläfer

Ort und Zeit
  • Di, 13. Feb 2007, ab 20.30 Uhr
  • Eintritt: 7,-/4,-
  • Film

Filmreihe: Die (neue) Berliner Schule

Thomas Gansera von der „Süddeutschen Zeitung“ hat den Begriff vor fünf Jahren erfunden. Junge deutsche FilmemacherInnen wie Valeska Grisebach, Henner Winkler, Christoph Hochhäusler, Ulrich Köhler, Christan Petzold, Benjamin Heisenberg und gelegentlich Stefan Krohmer werden locker der neuen Berliner Schule (Arbeiterfilmer haben sich vor 30 Jahren schon einmal so genannt) zugerechnet. Ob sie sich wirklich als homogene Filmbewegung verstehen, ist noch nicht sicher. Sie fühlen sich jedenfalls alle einem Alltagsrealismus verpflichtet, der Wert auf die Genauigkeit im Detail legt. Vielleicht werden sie auch einmal „Nouvelle Vague Allemand“ genannt werden. J.L.Godard hat einmal gesagt, dass die französische „Nouvelle Vague“ nur ein Lebenszeichen gewesen sei, etwa mit dem Inhalt: „Seht her. Wir sind da. Auf uns kommt es an.“(Filmdienst). Die jungen Deutschen sind da. Jetzt auch in der filmfabrik.


Schläfer

Regie: Benjamin Heisenberg, Österreich/Deutschland 2005, 100 min, 35 mm

Johannes  wird vom Verfassungsschutz angesprochen, Informationen über einen neuen Kollegen aus Algerien zu liefern. Obwohl die beiden schnell Freundschaft schließen, glaubt Johannes immer wieder Hinweise darauf zu erkennen, dass Farid in illegale Aktivitäten verstrickt sein könnte.
„Schläfer“ ist eher ein Film über einen gesellschaftlichen Zustand der Verunsicherung als über die Gefahr durch den islamischen Terror oder die Schuld oder Unschuld einzelner Charaktere. Er beschreibt Konstellationen, in denen der Mensch aus der gewohnten Weltwahrnehmung geworfen wird und das Vertraute seine Unschuld verliert.