Monika Helfer & Franzobel und der Spielbodenchor feat. Gerald Futscher

Ort und Zeit
  • Di, 19. Sep 2006, ab 20.30 Uhr
  • Eintritt: 10,-/6,-
  • Literatur


Kein Spielbodenjubiläum ohne Spielbodenchor, das ist klar. Der Spielbodenchor ist bekannt für seine gesellschaftspolitischen Programme und dafür, dass er Experimenten gegenüber sich äußerst offen zeigt. Im nächsten Jahr steht dann auch das nächste Jubiläum an: 20 Jahre Spielbodenchor!

Der letzte Auftritt des Chors führte mitten in den FRANZOBELschen Schwalbenkönig (Aktionstheater, Regie Martin Gruber) und in die Kompositionen von Gerald FUTSCHER. Derzeitiges Projekt: 20 Jahre Spielbodenchor - Wechseljahre. Aufträge an 2 Schriftsteller und 5 Komponisten darin Texte von Monika HELFER.

FRANZOBEL & Monika HELFER, welch eine Traumpaarung um ein Literarisches Projekt zu beginnen. Darum heißt es ab Herbst: regelmäßige Lesungen am Spielboden & in Kooperation auch im Jüdischen Museum.

Monika HELFER:

Die sprachgewaltige Fürstin des knappen + prägnanten Stils! Eine Meisterin der Perspektiven + der wohlüberlegten Schonungslosigkeit. Sie gerade in Vorarlberg weiter vorzustellen ist so nötig wie hier zu erläutern, dass LH Sausgruber für die ÖVP kanditiert + Bregenz am Bodensee liegt.

„Monika Helfer ist eine Prosa gelungen, die dem moralischen Bewusstsein in uns ein beklemmendes Armutszeugnis ausstellt.“ (R. Görner, NZZ)

„Raffinierter können solche Geschichten wohl kaum geschildert werden - aber auch nicht schonungsloser.“ (Susanne Zobl, LitH)

 

Zuletzt: Bestien im Frühling. Stück. 1999.
Mein Mörder. München. 1999.
Rosie in New York. 2002.
Rosie in Wien. 2004.

 

FRANZOBEL:

Vor 11 Jahren kam die „Krautflut“ über Klagenfurt. Sie hinterließ verzückte Juroren, ein enthusiasmiertes Publikum und spülte ein literarisches Wunderwesen an Land. Es war jung, trug ein knappes Bartzitat + einen unverwechselbaren Namen. Prosa & Theater sind, neben Fußball (er ist eingetragenes Mitglied bei den Boca Juniors) das seine. Oder anders: "Franzobels Welt ist verschroben aktuell, zeitgeschichtlich auf dem neuesten Stand und massenpsychologisch vielleicht sogar noch weiter. In deutschen Feuilletons schmückt man ihn mit den Beinamen Worterfindungsmeister, barocker Geschichtenerdenker und Menschenkenner. Fußballmetaphorisch ist der regelmäßig in Argentinien weilende Schriftsteller eindeutig der Goleador der österreichischen Gegenwartsliteratur. Franzobel kreiert einen Erzählstil, der vor skurriler Metaphorik und semantischen Finessen, vor Neologismen und Klangmalereien nur so sprüht und funkelt. Vorsicht: Suchtgefahr!" (Die Zeit)

Zuletzt: Lusthaus oder Die Schule der Gemeinheit. Roman. 2002.
Mundial. Gebete an den Fußballgott. 2002. 
Luna Park. Vergnügungsgedichte. 2003.
Schmetterling Fetterling. 2004.
Das Fest der Steine oder Die Wunderkammer der Exzentrik. Roman 2005