Jeunesse - Hotel Palindrone the Funky Return of Tudlsack

Ort und Zeit
  • Mi, 10. Mai 2006, ab 20.30 Uhr
  • Eintritt: 11,-/7,-


In Kooperation mit der Jeunesse.

John Morrissey | Mandola, Gitarre, Chitarra battente, Gesang
Peter Natterer | Tenorsaxophon, E-Baß, Gebläseharmonium, Klavier
Albin Paulus | Klarinette, Sackpfeife, mährischer Bock, Schalmeien, Flöten, Maultrommel, Gesang
Stephan Stoney | Steiner, Geige, Oktavgeige, diatonisches Akkordeon, Drehleier, Nyckelharpa

PROGRAMM: New Acoustic Dance Music mit traditioneller und alter Musik aus der Bretagne, Griechenland, Schweden, Spanien und aus Österreich sowie Eigenkompositionen.

Wo das alpine Zentrum Europas auf die unbändig musikantischen Seiten der östlichen Mediteranée trifft: das ist Cisbalkanien, die ferne Seite Mitteleuropas!
Hierher lädt das Hotel Palindrone  musikalische Gäste aus ganz Europa ein, auch Freunde wie Jazz oder Minimal Music. Dieses Hotel ist ein Labor, ein Tanzschuppen, ein Kraftwerk - manche behaupten gar, es könne da nicht mit rechten Dingen zugehen!
Hotel Palindrone meistern eine eindrucksvolle Vielzahl an Instrumenten - von uralt bis elektrisch -, erzeugen damit altvertraute, wie auch neue und oft spektakuläre Klänge, gefühlvoll und kraftvoll zugleich. Sie tauchen tief ein in unterschiedliche europäische Musiktraditionen, führen das Publikum auf eine Entdeckungsreise.

Seit über einem Jahrzehnt prägen die Musiker von Hotel Palindrone entscheidend die Folkszene in Österreich mit. Die Anfänge der Band reichen in die frühen neunziger Jahre zurück, als sich die Band Klapotetz formierte. Noch eher ein Geheimtipp, erarbeiteten sich die Musiker ein eigenständiges Folk-Repertoire, das auch Jazz-Elemente einschloss und sich den weit zurückreichenden Bordunmusik-Traditionen Europas zuwandte, anfangs vor allem aus Frankreich und von den britischen Inseln. Zugleich suchte die Band einen Weg, im Sinne etwa der New Acoustic Music subtile Arrangements mit musikantischer Intensität zu verbinden.

Ziel und Programm der Gruppe ist es, aus dem Geiste der alten Musikanten eine zugleich kunstvolle und intelligent gemachte Musik entstehen zu lassen. Scheinbar divergente Elemente und Einflüsse werden dabei auf organische Weise verwoben. Die Band selbst nennt den daraus resultierenden Stil gerne »Euroots«: eine Musik, tief verwurzelt in Folk-Traditionen und zugleich offen, wach und auch verspielt, die zeitlos und ohne Mühe zwischen nostalgischen, ja archaischen Eindrücken und modernem Lebensgefühl vermittelt.
Das Instrumentarium reicht teils weit in die Geschichte zurück: schwedische Nyckelharpa, bretonische Bombarde, Dudelsäcke, Drehleier, Maultrommel oder Chitarra battente und beinhaltet auch »typische« neuere Folk-Instrumente wie Akkordeon, Fiddle, Mandola und Klarinette und die vergleichsweise modernen Klänge von E-Baß, Klavier und Saxophon. Der kreative Umgang mit Traditionen zeigt sich auch im Komponieren. Über hundert Stücke stammen aus der Feder des einen oder anderen Musikers der Gruppe, der Großteil von Stephan Steiner, einige von Albin Paulus. Mehrere davon haben sich mittlerweile schon als »Klassiker« der österreichischen Bordunmusikszene etabliert oder wurden von anderen Bands übernommen.