KICK OFF PARTY - Programmpräsentation zum 17. Szene Open Air 2006

Ort und Zeit
  • Sa, 4. Mär 2006, ab 19.00 Uhr
  • Eintritt: Abendkassa: 16,-/14,-

Live: House of Riddim (A), Khoiba (CZ) und Special Guest


Kultur- und Jugendverein Szene Lustenau in Kooperation mit dem Spielboden Dornbirn.

Programmablauf:
19 Uhr: Einlass
20 Uhr: Pressekonferenz mit Bekanntgabe der Headliner beim Szene Open Air 2006
21 Uhr: Konzertbeginn

Liveacts:
House of Riddim feat. Ganjaman, Uwe Banton - www.houseofriddim.com
Khoiba - www.khoiba.org
Monofuse - www.monofuse.com


House of Riddim

Die kleine Gemeinde Karlstetten in der Nähe von St. Pölten zählt mittlerweile zu den Top-Adressen in punkto Roots Reggae und ist zur Pilgerstätte für Sänger und Musiker aus ganz Europa und Jamaika geworden. Wenn die dort ansässige House Of Riddim-Crew neben unzähligen Aufnahmeterminen noch etwas Zeit erübrigen kann, dann wird sie mobil und geht mit ihren Gästen als Backing Band auf Tour.
Sam Gilly, Mastermind, Szene-Drummer und Studiobetreiber, könnte Ele ohne weiteres den Titel „Energy God“ streitig machen. Nicht genug, dass das Energiebündel bei Roots Vibration und House Of Riddim am Schlagzeug sitzt, der vierfache Familienvater ist auch Gründer und Produzent von besagtem House Of Riddim-Label in Karlstetten.
Mit einer Crew superber Musiker, österreichischem Charme und jeder Menge kreativer Energie entstehen hier hochkarätige Roots-Stücke wie der „Burning“-, „Positive“- oder „Peace“-Riddim, die nicht nur deutschsprachige, sondern auch immer mehr internationale Artists begeistern. Die Zusammenarbeit reicht dabei von A wie Anthony B über Jahcoustix, Jah Meek – dessen letztes Album „Touched By An Angel“ Gilly produziert hat –, Lukie D, Marlene Johnson, Nattyflo, Raggamaffia und Spectacular bis Z wie Ziggi, um nur einige Namen zu nennen.
Dabei ist die Gründung des Studios eigentlich nur der Tatsache geschuldet, dass Sam Gilly zwar mit Roots Vibration eine Band und auch etliche Riddims auf Lager hatte, es mit dem Weggang von Frontmann Jürgen Lininger aber keinen festen Sänger mehr gab, der diese optimal hätte voicen können. Gilly kam der Gedanke andere Künstler zu featuren und er verschickte 2001 auf Gutglück Riddims an diverse Labels, worauf sich unter anderem Chris Pössinger von Soulfire Artists und Ganjaman von MK ZWO bei ihm meldeten und ihn bei der Suche nach Sängern unterstützten. Die Promo-CD dieses Projekts wurde – zig mal gebrannt und weitergereicht – schon fast ein Selbstläufer und landete bei Künstlern, von denen Sam noch nie zuvor gehört bzw. vermutet hatte, dass diese überhaupt Interesse an einem Voicing haben könnten. Bald konnte er sich vor Aufträgen kaum noch retten.
So wurde aus einer Idee ein konkretes Projekt, und während auf diesem Wege auch Roots Vibration mit Jung-Talent Julian Levy aus Hannover zu einem neuen Sänger kamen, versammelte Gilly Johannes M. Knoll (Roots Vibration), Parvez Syed (Cheesevibes, Jayasri) und Bassist Manfred Scheer zu der professionellen Backing Band House Of Riddim, die international anerkannte Frontleute künftig nicht nur ins Studio, sondern auch auf deren Touren (bisher durch Österreich, D’land, Ungarn, Italien und die Schweiz) begleiten sollte. Dass Sam letztlich ein eigenes Label mit gleichem Namen gründete, war bei der immensen Nachfrage nur ein logischer Schritt. 2004 erschien bereits das erste Album „Sam Gilly’s House Of Riddim Presents“ (Soulfire/Rough Trade), das Reggae-Artists aus Österreich & Deutschland auf satten, groovigen Roots-Riddims präsentiert, die jamaikanischen Produktionen in nichts nachstehen.
Auch dieses Jahr ist der Beat-Schmied wieder voll ausgelastet, denn neben unzähligen Studio- und Konzertterminen wird auch fleißig an eigenem Material gebastelt – z.B. an einem „Queens“-Album, das ausschließlich Sängerinnen featuren soll. Die Riddim House-Crew befindet sich also im Dauereinsatz. Verliert man bei dieser Vielzahl an Namen und Projekten nicht den Überblick? Gitarrist Johannes M. Knoll empfindet das als spannende Bereicherung: „Es ist ein ständiges Kommen und Gehen, aber das ist das Gute bei House Of Riddim, weil man immer flexibel bleiben muss. Jeder Abend ist neu, es gibt kein Schema F. Die Sänger müssen sich aufeinander einstellen, die Band auf die Sänger und umgekehrt – so entsteht lebendige Musik. Man hat die Möglichkeit sich mit anderen zu vernetzen, auf emotionaler oder musikalischer Ebene. Man lernt andere Ansichten, Kulturen, Religionen kennen und wird ständig neu inspiriert. Wenn dann auch noch die Liebe der Grundtenor der Message und Vibes ist, kann ja nichts mehr schief gehen.“
Bei diesem Output werden wir künftig sicher noch eine Menge von Sam Gilly und seinem (Traum-) House Of Riddim hören. Ein „Mach’s noch einmal, Sam“ erübrigt sich.