Fatima Spar und die Freedom Fries

Ort und Zeit
  • Sa, 11. Feb 2006, ab 21.00 Uhr
  • Eintritt: 15,-/11,-

Der Balkanexpress rollt wieder mit ...

Fatima Spar: Gesang, Tamburin Alexander Wladigeroff: Trompete, Flügelhorn Andrej Prosorov: Saxophon Milos Todorovski: Akkordeon Philipp Moosbrugger: Kontrabass Erwin Schober: Drums


Fatima Spar und die Freedom Fries: Heiße, dreckige Grooves und hemmungslos-spontaner Spielwitz. Guter alter Swing à la Jungle Style und New Orleans, Balkan-Brass, orientalischer Pop, und nicht elektronische Drum-‘n’-Base-Sequenzen schmelzen im Hochofen der Freedom Fries zu stets frisch und feurig servierter Tanzmusik, der man das historische Alter ihrer Zutaten nicht anmerkt. Ebenso wie es unerheblich ist, wie multikulturell die Combo ist, deren Mitglieder aus allen möglichen Nachfolgestaaten der Habsburger und osmanischen Imperien zwanglos zusammenfanden. Man könnte sie als erste postosmanische Swingband bezeichnen, und in der Tat jammen die Freedom Fries bisweilen so, als wäre Harlem eine Mahala (Viertel) Belgrads oder Izmirs.
Unüberhör- und -sehbares Kraftzentrum der Band ist Frontfrau Fatima Spar, die ihre Texte auf Türkisch und Englisch schreibt und mit fiebrig-lasziver Intensität singt.. Die „Slawen“ der Band sind jazzerptobte Tausendsassa wie etwa der ukrainische Sax-Virtuose Andrej Prosorov oder das bulgarische Trompeten-Ass Alexander Wladigeroff oder Milos Todorovski, am Akkordeon. Drummer Erwin Schober wirft Hardcore-und Drum-‚n’-Base-, und Philipp Moosbrugger ist mit seinem unbändigen Walking Bass der Swing-Hipster der Band.
Fatima Spar & die Freedom Fries haben im Laufe ihres kurzen Bestehens bereits Clubs und Festivals in Österreich, Deutschland, Belgien, Ungarn, Frankreich, und der Schweiz zum Ausflippen gebracht. Klassische Intellektuellenvorwürfe wie „retro“ oder „restaurativ“ schmelzen bei ihren Sessions wie Eiswürfel in kochendem Gulasch. Musik, die in Honky-Tonks, levantinischen Café Amans , Jazz-Clubs und Clubbings gleichermaßen den Siedepunkt übersteigt. Musik, die gefangen nimmt, oder – wie es die englische Sprache andersrum und besser ausdrückt: which takes no prisoners.