Regeln

Die Regeln

Poetry Slam ist Kommunikation: Zwischen Dichter, Publikum und Jury. Denn wie beim Eiskunstlaufen wird das Dargebotene von einer Jury, die der MC (Master of Ceremony, der Moderator, welcher durch die Veranstaltung führt) zu Beginn der Veranstaltung aus dem Publikum wählt, mit Noten bewertet. Beim Poetry Slam gibt es nur wenige Regeln: Der Text muss selbst verfasst sein, Hilfsmittel dürfen außer einem Mikrofon keine verwendet werden. Ansonsten ist erlaubt, was gefällt. Jeder hat fünf Minuten Zeit. Dass an einem Poetry Slam Texte vorgetragen werden, ist wohl das einzig mit einer konventionellen Lesung vergleichbare. Es begann 1986 in Chicago, Marc Smith, ein ehemaliger Bauarbeiter, hatte genug von den langweiligen Dichterlesungen und beschloss, dem Publikum wieder mehr Einfluss auf das geschehen zu verschaffen. Bei einem Poetry Slam ist das Publikum auch ein bisschen sein eigener Star; es kann klatschen, schreien, buhen... Mitte der 90er-Jahre kam der Slam-Virus nach Deutschland und ganz Europa.