Selbstkritik eines bürgerlichen Hundes

Ort und Zeit
  • Di, 2. Mai 2017, ab 19.30 Uhr
  • Eintritt: 8,-
  • Kinosaal
  • Film
"Crossing Europe“-Filme in Dornbirn

Das Linzer Filmfestival Crossing Europe, das alljährlich Ende April stattfindet, gehört inzwischen nicht nur in Österreich zu den interessantesten Veranstaltungen dieser Art. Mit seinem Fokus auf jungen europäischen AutorenfilmerInnen zeigt Crossing Europe mit seiner konsequenten Programmierung immer wieder formal wie inhaltlich gleichermaßen aufregende und ungewöhnliche Filme. Mit der Präsentation des Siegerfilms des letzten Jahres und eines herausragenden Beitrags der heurigen Auswahl vermittelt der Spielboden Dornbirn einen Eindruck von diesem Festival.

Deutschland 2017, 99 min, Deutsche Originalfassung, Julian Radlmaier, Mit: Deragh Campbell, Johanna Orsini-Rosenberg

Weil er gerade keine Förderung bekommt, sieht JULIAN sich gezwungen, einen Job als Erntehelfer anzunehmen. Als er der jungen Kanadierin CAMILLE weismacht, es handele sich dabei um die Recherche für einen kommunistischen Märchenfilm, in dem sie die Hauptrolle spielen soll, will sie ihn begleiten und Julian spinnt romantische Fantasien.

So landen die beiden in der trügerischen Idylle einer ausbeuterischen Apfelplantage. Während Julian unter der körperlichen Arbeit leidet und sich vor den merkwürdigen Zimmergenossen in den Containerbaracken fürchtet, stürzt sich Camille enthusiastisch in die vermeintliche Recherche und freundet sich mit HONG und SANCHO an, zwei wundergläubige Proletarier auf der Suche nach dem Glück. Für Julian wird es zunehmend schwieriger, den kommunistischen Filmemacher zu performen, außerdem kommt ihm ein Vorzeigearbeiter mit amerikanischen Träumen in die Quere, ein stummer Mönch mit magischen Kräften und einem Sprung in der Schüssel tritt auf, die Plantagenbesitzerin wird versehentlich getötet und eine versuchte Revolution endet in Ratlosigkeit. Da kommen die Spatzen in den Bäumen mit einem unerhörten Plan…

„Sehr intelligent und vor allem ungeheuer komisch.“ (Perlentaucher)

„Julian Radlmaier ist eine Art deutscher Woody Allen. Auf einer Apfelplantage in Brandenburg philosophieren ein junger Mann und eine junge Frau über Karl Marx und Friedrich Engels. Es geht in diesem Film um Politik und Sex. Ziemlich lustig, wild und abgefahren.“ (Deutschlandradio Kultur)

„Die spannendste Arbeit der diesjährigen Programmauswahl (Perspektive deutsches Kino der Berlinale.“ (Spiegel)

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