Vorarlberg-Premiere: ROBOLOVE

Ort und Zeit
  • Sa, 17. Apr 2021, ab 15.00 Uhr
  • Eintritt: € 10,00 | € 8,00
  • Kinosaal
  • Film

Synopsis

ROBOLOVE verhandelt die Strategien von Männern und Frauen, die an der Entwicklung von humanoiden, androiden Robotern beteiligt sind. Roboter, die vielleicht eines Tages den menschlichen Körper und das menschliche Leben erweitern werden. Aus einer Vielzahl von Perspektiven lernen wir die immense Komplexität dieses Themas zubegreifen. Mit dem japanischen Robotik-Guru Hiroshi Ishiguro, der Transhumanistin Natasha Vita More - und vielen mehr. Utopische Visionen kollidieren mit der Spannung zwischen Technik und sozialer Verantwortung, während der Unterschied zwischen Mensch und Androide allmählich zuverschwinden scheint. Aus diesem Mosaik entsteht eine Ambivalenz, die diese futuristischen Technologien in Frage stellt - gleichzeitig aber voller Aufmerksamkeit jene betrachtet, die es wagen, diese neuen Maschinen zu schaffen: Maschinen, die als Spiegel unserer Menschlichkeit gesehen werden können.

 

Regiestatement

Wir waren während der Dreharbeiten immer wieder enttäuscht, wie wenig humanoide Roboter tatsächlich schon können. Es ist also gar nicht nötig, nur Ängste zu schüren und die nahende Vormachtstellung der neuen ‚Anderen’ zu proklamieren, zumindest nicht im Sozialen. Es geht eher darum, in Ruhe zu überlegen, was da auf unser Privatleben zurollen könnte und ob wir als Gesellschaft dafür gewappnet sein werden. Außerdem fällt Technik nicht vom Himmel. Wir Menschen sind es, die Technik bauen, Programme programmieren, unsere Vorurteile unbeabsichtigt in Algorithmen speichern. Das ‚Böse’, das uns beängstigt, ist gleichzeitig das, wessen wir uns inzwischen tagtäglich bedienen. Dieser Selbstreflexion über unseren eigenen Umgang mit neuen Technologien sollten wir uns stellen. Das zeigt letztendlich auch der Film, der vielleicht mehr über uns Menschen und unsere Wünsche und Bedürfnisse als über Roboter aussagt. Enjoy ROBOLOVE.

 

Informationen

AUT 2020 | 79 Minuten | Originalfassung mit deutschen Untertiteln

Buch & Regie: Maria Arlamovsky

Kamera: Sebastian Arlamovsky | Musik: Andreas Hamza, Boris Hauf

 

Pressestimme

Radikal ist ROBOLOVE nicht. Vielmehr wirft er Fragen nach Technologie und Geschlecht auf, die wir uns zwangsläufig früher oder später stellen müssen. Dazu bietet er einen sehr guten Überblick über den Status Quo der Roboterforschung und zeigt, dass wir von einem Terminator-Szenario, in dem die Maschinen die Weltherrschaft übernehmen, noch meilenweit entfernt sind.

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