Neue Spielräume: Wozu demonstrieren? Protestkultur mit und ohne Erfolg

Ort und Zeit
  • Do, 31. Jan 2019, ab 19.30 Uhr
  • Eintritt: VK 7,– (zzgl. VVK-Gebühren) / AK 8,–
  • Großer Saal
  • Gespräch
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Haben zivilgesellschaftliche Initiativen, Demonstrationen und Proteste einen Effekt, der über die Beruhigung des eigenen Gewissens hinausgeht? Ein Blick in die Geschichte Vorarlbergs zeigt, dass es in den vergangenen Jahrzehnten eine ganze Reihe von Protest- und Widerstandsaktionen gab, die Erfolg hatten: Angefangen von den Protesten gegen die Benennung eines Bodenseeschiffes mit dem Namen „Karl Renner“ statt „Vorarlberg“ (1964), über die Verhinderung eines Heizkraftwerks im schweizerischen Rüthi (1965), die Blockade einer Autobahntrasse am Bodenseeufer (1969), das Ende des Atomkraftwerks Zwentendorf (1978) bis zur noch immer nicht gebauten Schnellstraße durchs Lauteracher Ried (früher „S 18“) gab es zahlreiche erfolgreiche Protestbewegungen. Dem stehen natürlich auch Niederlagen gegenüber – Straßen und Autobahntunnels, Seilbahnen und Lifte wurden trotz Protesten gebaut, Menschen trotz des Engagements von Bürgerinnen und Bürgern in Länder abgeschoben, in denen sie ihres Lebens nicht sicher sind. Wann hat sich die Zivilgesellschaft durchgesetzt und wann nicht, welche Faktoren waren dabei relevant – und was können wir für die heutigen Initiativen daraus lernen?


Markus Barnay ist Redakteur des ORF Vorarlberg, Gestalter von TV-Dokumentationen und Autor zahlreicher Publikationen, die sich mit Aspekten der Vorarlberger Geschichte beschäftigen.

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