Siebzehn

Ort und Zeit
  • Di, 17. Apr 2018, ab 19.30 Uhr
  • Eintritt: 8,-
  • Kinosaal
  • Film

In Zusammenarbeit mit Go West - Verein für Lesben, Schwule, Bisexuelle, Trans* und Inter*

Die erste Liebe. Der erste Kuss. Das erste Drama. In diesem Frühling stellt die Queer-Filmreihe von GoWest zwei junge Menschen gegenüber, die sich mit neuen Gefühlen zum gleichen Geschlecht konfrontiert sehen. Und dabei könnten die beiden nicht unterschiedlicher damit umgehen. Von der warmherzigen Romanze bis zum heimlichen Cruising im Wald. Von der schicksalhaften Liebe im Klassenzimmer bis zum anonymen Durchklicken von Online-Profilen. Von einem klassischen Coming-Out bis zum anstrengenden Versteckspiel. Zwei Coming-of-Age Dramen, die sowohl im niederösterreichischen Kleinod als auch an Brooklyns Strand die Frage aufwerfen: Wie lassen sich gleichgeschlechtliche Gefühle eigentlich entfalten in einer Welt der selbstverständlichen Heteronormativität?

Siebzehn

Sie sind siebzehn. Sie überhören den Wecker, sie machen den Führerschein. Sie treten die Schwester unterm Küchentisch, sie lernen Französisch, sie haben Sex und sie haben Gefühle. Sie sind großmäulig und halten sich doch gegenseitig die Haare, wenn sie speien müssen. Sie trinken Bier und Pfirsichspritzer. Sie gehen ins Up oder in die Dorfdisco. Sie haben schlechte Laune und sie haben Recht. Sie trauen sich was und sie bereuen wenig. Sie sind liebenswert herumalbernde Welpen und gleichzeitig gerissene StrategInnen. Sie wissen alles und nichts. Außer: Geht da was? Sie sind ganz normale Teenager und wie alle ganz normale Teenager eine wunderbare, obergscheite tickende Zeitbombe. Sie werden bald erwachsen sein und möglicherweise vernünftig. Inzwischen ist ihre größte Angst, in diesem Kaff hängenzubleiben. Und niemand weiß, was kommen wird. Draußen hört man Blasmusik, ein Mähdrescher zieht seine hochsommerlichen Bahnen, möglicherweise kommt bald der Bus.

Österreich 2017, 104 min, Deutsche Originalfassung  | Monja Art | Mit Elisabeth Wabitsch, Anaelle Dézsy, Alexandra Schmidt, Christopher Schärf.

„Monja Arts mit dem Max Ophüls-Preis ausgezeichnetes, wildes, mildes Spielfilmdebut über lesbische und andere Lieben einer klugen wie verwegenen Schülerin und ihrer ganz normal wahnsinnigen Teeanger-Clique erzählt mit genauem Blick, grandioser Jungbesetzung und viel Humor vom Aufwachsen am Land.“ (Filmladen Verleih)

„Flirrend zwischen diskreter Dokumentation und behutsamer Inszenierung erzählt Monja Art in ihrem Spielfilmdebüt von den Verwirrungen der Gefühle in einer Teenager-Schulklasse auf dem österreichischen Land.“ (epd Film)

"‘Siebzehn‘ versteht es, aus dem Umstand, nah an den Emotionen und Atmosphären dran zu sein, auch eine Nähe und Vertrautheit des Zuschauers zu den Figuren zu erschaffen.“ (kino-zeit.de)

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Video-Playlist: Siebzehn

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