Neue Spielräume: Nicht mit uns - Vom Widerstand gegen Flüchtlinge und dem Widerstand gegen die herrschende Asylpolitik

Ort und Zeit
  • Fr, 9. Mär 2018, ab 20.15 Uhr
  • Eintritt: 8,-
  • Großer Saal
  • Film, Gespräch

Im Rahmen des 2nd HUMAN VISION film festivals finden die Neuen Spielräume im Anschluss an die Dokumentation "Willkommen in der Schweiz" statt. Die Podiumsdiskussion beschäftigt sich mit der Thematik des Films und wird von Alicia Allgäuer modertiert.

Podiumsgäste
Verena Stern: Politikwissenschaftlerin, forscht zu Protesten gegen Abschiebungen und Asylunterkünfte
Denise Graf: Flüchtlingskoordinatorin der Schweizer Sektion von Amnesty International
Helmut Giesinger: Gemeindesekretär von Mäder, in der Gemeinde für Flüchtlinge zuständig
Rahmat Akbari: flüchtete aus Afghanistan und wohnt in Götzis
Alicia Allgäuer: Moderation


Willkommen in der Schweiz

2015 suchen 1 Million Geflüchtete Schutz in Europa, 40 Tausend davon in der Schweiz. Andreas Glarner, Bürgermeister der reichsten Aargauer Gemeinde, will ein Exempel statuieren und weigert sich 10 Flüchtlinge aufzunehmen. Johanna Gündel, Studentin und Tochter eines lokalen Gemüsebauern, organisiert den Widerstand. Ausgehend von den Ereignissen in Oberwil-Lieli erzählt der Film gleichnishaft von der Schweiz in Zeiten der sogenannten Flüchtlingskrise.

Dokumentarfilm: 2017, CH, Regie: Sabine Gisiger, 83', OmdU

Kritiken:
Die Fallstudie um einen krassen Fall von Verweigerung wird zum Spiegelbild der Schweiz – über die Spaltung in Verweigerer und Helfer, Besitzwahrer und sozial engagierten Humanisten. Spannend, aber sachlich, ohne Polemik, aber mit viel Empathie. Gisiger wollte, so ihr Anspruch, «lakonisch hinsehen» und «nicht aufgeregt sein». Das ist ihr trefflich gelungen. – cineman.ch

Festivaldirektor Carlo Chatrian nannte «Willkommen in der Schweiz» einen wichtigen Film zum Thema Diskriminierung – Locarno FilmFestival

Dass das eine oder andere kernige Votum im Kinosaal – zumindest bei Teilen des Publikums – hämisch gefärbte Erheiterung auslösen könnte, soll nicht unerwähnt bleiben. Allerdings verebbt die Schadenfreude bald und weicht einer erhöhten Konzentration auf das Geschehen. Dass dem so ist, ist Sabine Gisigers lakonischem filmerzählerischem Stil geschuldet: Er kapriziert sich nie darauf, jemanden der Lächerlichkeit preiszugeben. – Journal.ch

 

In Kooperation mit Amnesty International und Fachhochschule Vorarlberg.

Kommentare und Rants

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