Brauchen Tschetschenen immer noch Asyl? Warum sind die eigentlich immer noch hier?

Ort und Zeit
  • Mo, 5. Mär 2018, ab 19.30 Uhr
  • Eintritt: 8,-
  • Großer Saal
  • Gespräch, Vortrag

Ein Symposium mit anschließender Publikumsdiskussion

2009 wurde der Krieg in Tschetschenien offiziell für beendet erklärt. Trotzdem leben in Österreich bis heute rund 30.000 Tschetschenen und Tschetscheninnen. Oft werden sie in den Medien als problematisch beschrieben, als kriminell und religiös-extremistisch bezeichnet, als schwer zugänglich und unnahbar. Als Menschen, die ihre eigenen Gesetze innerhalb unserer Gesetze leben. Wer sind sie, was brauchen sie, was brauchen wir? Betrachten wir sie als ein Problem oder als Mitglieder unserer Gesellschaft? Können und wollen wir sie in unsere Gesellschaftsmitte aufnehmen?

Dr. Susanne Scholl, Schriftstellerin und Journalistin, ehem. ORF-Korrespondentin in Moskau, verhaftet in Tschetschenien wegen ihrer journalistischen Tätigkeit im Krieg, Autorin mehrerer Bücher über Tschetschenien (u.a. „Töchter des Krieges“ und „Emma schweigt“), Mitbegründerin der Plattform „Omas gegen rechts“ in Wien

Maynat Kurbanova, Journalistin und Autorin (Tschetschenien), Stipenditin, „Writers-in-Exile“ des deutschen PEN und "Wien als Zufluchtsstadt" der österreichischen IG Autorinnen Autoren. Obfrau des Vereins „Netzwerk Tschetschenischer Mütter“. Deradikalisierungs-und Präventionsarbeit in der tschetschenischen Community

Said-Emin Ibragimov, Obmann der internationalen tschetschenischen Menschenrechtsorganisation „For Peace and Human Rights” in Straßburg, ehem. Minister für Medien und Öffentlichkeitsarbeit unter Präsident der Tschetschenischen Republik Ichkeria

Um 21:00 Uhr wird ein Buffet eröffnet und die ReferentInnen stehen für weitere Fragen zur Verfügung
Sie finden Büchertische und weitere Informationen rund um Tschetschenien.

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