"armuts*zeugnis" + "Roma in Bewegung" + "Faserschmeichler?"

Ort und Zeit
  • Sa, 10. Mär 2018, ab 16.00 Uhr
  • Eintritt: frei
  • Foyer
  • Ausstellung

Gleich drei Ausstellungen können während des 2nd HUMAN VISION film festivals im Spielboden Foyer besucht und erkundet werden. Die Ausstellung "armuts*zeugnis" des Vereins Amazone zeigt verschiedene Facetten von Armut. "Roma In Bewegung" ist eine Ausstellung der Europa Union Vorarlberg und bereitet die Geschichte der Roma, ihrer physischer Bewegung aber auch ihrer Richtung in die Moderne auf. Südwind Vorarlberg zeigt die Ausstellung "Faserschmeichler? Geschichte und Alltag der Baumwolle" in der sowohl die botanischen Besonderheiten der Pflanze als auch die Weiterverarbeitung der Faser bis hin zur Textilproduktion thematisiert wird.

 

armuts*zeugnis

Twitter 2016. „Armut in reichen Ländern ist anders als anderswo. Aber sie ist existent für Millionen.“ Ausbildung, Wohnen, Zugehörigkeit, Gesundheit, Eigenständigkeit – Armut wirkt sich nicht nur auf die Geldbörse aus.
Die von @Armuts_Zeugnis verfassten Tweets zeigen die Facetten von Armut prägnant auf. Der Verein Amazone hat im Rahmen der gender:impulstage 2016 den Tweets und Kommentaren mit vergoldeten Objekten Öffentlichkeit im realen Raum gegeben und die Ausstellung armuts*zeugnis ins Leben gerufen. Die Tweet-Auswahl zeigt das große Spektrum an Armut und dessen Auswirkungen auf. Mit 12 vergoldeten Objekten werden die Aussagen greifbar gemacht und die Texte in den Raum transferiert. Die goldene Farbe vereinheitlicht die einzelnen Objekte optisch und spielt mit der Diskrepanz zwischen Armut und Reichtum.

Die Ausstellung ist eine thematische Ergänzung zur Dokumentation "For Ahkeem", die am 8.3. im Großen Saal gezeigt wird.

 

ROMA IN BEWEGUNG - ROMA ANDO MICINIPE - ROMA ON THE MOVE

Der Titel „Roma in Bewegung" bezieht sich auf die physische Bewegung, in der sich Roma seit ihrem Aufbruch aus Indien befinden – aufgrund wirtschaftlicher Notwendigkeit oder infolge von Vertreibung und Verfolgung. „Roma in Bewegung" meint aber auch den Aufbruch der Roma in Richtung Moderne, der zur Herausbildung einer eigenen, herausragenden Roma-Kulturszene geführt hat, zu einem verstärkten Bekenntnis zur eigenen Identität, zu einer neuen Wertschätzung der eigenen Sprache, dem Romani, und zur aktiven Teilnahme in der nationalen wie europäischen Politik.

Die Ausstellung ist eine thematische Ergänzung zum Spielfilm "A Ciambra", der am 10.3. im Kino mit anschließender Diskussion gezeigt wird.

 

Faserschmeichler? Geschichte und Alltag der Baumwolle

Seit mindestens 5000 Jahren wird Baumwolle zu Stoffen und Kleidung verarbeitet. Doch erst seit der industriellen Revolution ist sie auch bei uns "zu Hause" – zumindest im Kleiderkasten. Heute deckt diese Pflanze die Hälfte des globalen Faserbedarfs und wächst weltweit auf insgesamt rund 33 Mio. Hektar Ackerfläche.
Die Ausstellung nimmt die botanischen Besonderheiten der Pflanze, die Bedeutung der Kulturpflanze für die Menschheit, für den globalen Handel und für das ökologische Gleichgewicht gleichermaßen in den Blick. Schließlich erfolgt der Anbau meist in Monokultur unter massivem Einsatz von Düngemitteln, Pestiziden, Energie und Wasser. Aber auch die Verwendung und Weiterverarbeitung der Faser, vor allem in der globalisierten Textilproduktion wird thematisiert. Initiativen, welche alternative Wege des Anbaus und der Verarbeitung suchen, wie bieten einen weiten Zugang zum großen Themenfeld "Baumwolle".

Die Ausstellung ist eine thematische Ergänzung zur Dokumentation "Machines", der am 10.3. im Großen Saal mit einführenden Worten zum Thema sowie der Südwind Kleidertauschparty gezeigt wird.

 

Öffnungszeiten: 6.-9. März ab 17 Uhr, 10. März ab 16 Uhr

Ausstellungsbegleitung mit Anmeldung unter schweigebauer@spielboden.at

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