Bar Bahar

Ort und Zeit
  • Sa, 25. Nov 2017, ab 19.30 Uhr
  • Eintritt: 8,-
  • Kinosaal
  • Film

Ein grandioser Debütfilm über den täglichen Balanceakt dreier palästinensischer Frauen in Tel Aviv zwischen Tradition und Moderne, Nationalität und Kultur, Gefolgschaft und Freiheit. In Toronto und San Sebastian mit Standing Ovations gefeiert und vielfach prämiert.

Laila, Salma und Nour, drei palästinensische Frauen mit israelischem Pass, teilen sich im pulsierenden Herzen Tel Avivs eine Wohnung.

Laila, 28, kommt aus einer bürgerlichen, säkularen muslimischen Familie in Nazareth; von deren tradierten und einengenden Rollenvorgaben hält sie wenig und ist kaum mit ihr in Kontakt. Tagsüber ist sie eine toughe, schlagfertige, perfekt zweisprachige Strafverteidigerin, genießt selbstbewusst, modern und weltoffen ihr Leben in Tel Aviv. Abends wird sie den Arbeitsstress gerne mit ausgelassenen Partys mit ihrem sehr großen, multikulturellen und selbstverständlich auch queeren Freundeskreis in der lebhaften Clubszene los.

Salma, 29, ist eigentlich Musikerin und DJane, arbeitet aber in diversen Brotjobs als Barkeeperin und Küchenhilfe, die sie durch ihr loses Mundwerk immer wieder verliert. Sie kommt aus einer liebevollen, „liberalen“ christlichen Familie aus einem kleinen nordgaliläischen Dorf, die immer wieder gerne einen neuen „geeigneten Ehemann“ aufs Tapet bringt. Salma verliebt sich allerdings in eine Frau, was sie zwar in Tel Aviv offen ausleben kann, innerhalb der Familie aber zu einem Zerwürfnis führt. Eines Tages steht Nour vor der Tür, die Cousine ihrer dritten Mitbewohnerin, die temporär deren Zimmer übernehmen soll.

Nour ist 23, aus einer kleinen südgaliläischen Stadt, studiert Informatik, lebt religiös und ist mit dem streng gläubigen Wissam verlobt. Der hält von den freigeistigen Mitbewohnerinnen, Lebenslust, Alkohol und Sex wenig, fürchtet um Nours „Ehre“ und drängt auf eine rasche Heirat. Aber Nour will ihr Studium und ihre Pläne nicht aufgeben, findet Selbstvertrauen und ungeahnte Perspektiven in ihrer neuen Umgebung, was ihrem Verlobten nicht verborgen bleibt…

Regie: Maysaloun Hamoud | Israel/Frankreich 2016, 102 Min., arabische/hebräische OmdU Mit: Mouna Hawa, Shaden Kanboura, Sana Jammalieh, Musik von Usik von Dam, Nadav Dagon, Tiny Fingers, u.a.

Pressestimmen:

Stark, wunderschön, überwältigend, unvergesslich. Challenges

Das Symbol einer neuen Generation. Ein Manifest. Causette

Ein engagierter Film, humorvoll und ergreifend mit einem unglaublichen Soundtrack. Sens Critique

…ein starkes Zeichen für Toleranz & Frieden. Le Parisien

Ein Film voller Lebenslust. Le dauphiné libéré

Festivals und Preise:

Netpac Award – TIFF Toronto Int. Film Festival 2016

TVE-“Another Look Award“,“Premio Sebastiane”, CICAE Award - San Sebastian Int. Film Festival 2016

Special Mention, Audience Award - Zagreb Int. Film Festival 2016

Debut Feature Film Award, The Fedeora Award for Artistic Achievement, Audience Award - Haifa Int. Film Festival 2016

Grand Prix, Audience Award - Festival d’Annonay 2017

Eine Filmvorführung des Spielboden Dornbirn in Kooperation mit dem Jüdischen Museum Hohenems

weiterlesen ... weniger Text

Video-Playlist: Bar Bahar

Kommentare und Rants

Kommentare unterstützt durch Disqus