Sturz ins Leere

Ort und Zeit
  • Di, 26. Sep 2017, ab 19.30 Uhr
  • Eintritt: 8,-
  • Kinosaal
  • Film

Bestimmte den deutschen Bergfilm der 1920er und 1930er Jahre der faschistisch geprägte Kampf heroischer Prachtkerle gegen eine übermächtige Natur, so legen heutige Dokumentarfilme den Fokus auf spektakulär gefilmte Kletterszenen, die den Zuschauer quasi mitten ins Geschehen versetzen, vergessen aber auch nicht auf psychologisch differenzierte Ausleuchtung der Protagonisten.

Erschöpft aber euphorisch erreichen Joe Simpson und Simon Yates am 3. Tag den Gipfel des 6356 Meter hohen Siula Grande in den peruanischen Anden. Der Abstieg scheint problemlos, bis Joe stürzt. Sein Kniegelenk ist zerschmettert - in den Anden ein Todesurteil. Simon startet eine außergewöhnliche Ein-Mann-Rettungsaktion und seilt seinen Partner unter extremen Bedingungen ab. Schneegestöber machen Sicht und Kommunikation unmöglich. Die zweite Katastrophe folgt. Joe stürzt beim Abseilen über eine verborgene Klippe und bleibt hilflos in der Luft hängen. Sein Gewicht zieht Simon langsam den Abhang herunter. Ohne zu wissen, in welcher Lage sich Joe befindet, muss er eine folgenschwere Entscheidung treffen, um selbst zu überleben. Er bricht ein Bergsteiger-Tabu und schneidet das Seil durch... Für beide beginnt ein Albtraum. Simon glaubt seinen Freund tot und schafft es zurück ins Basislager. Joe stürzt in eine Gletscherspalte und steht dem physisch und psychisch Unmöglichen gegenüber...

Großbritannien/Frankreich 2003, 106 min, Deutsch synchronisierte Fassung | Kevin McDonald | Doku-Drama

 

„Dramatisches Doku- Drama nach einer wahren Begebenheit, dessen Text von den wirklichen Alpinisten eingesprochen wird. Obwohl der Film keine Spannung im klassischen Sinne aufbaut, fesselt er durch atemberaubende Landschaftsaufnahmen und die Einblicke in die menschliche Seele.“ (Filmdienst)

„‘Sturz ins Leere‘ mischt Interview-Sequenzen, in denen Joe und Simon ihre Geschichte erzählen. Dazwischen das filmische Tagebuch, in dem Schauspieler die Ereignisse nachspielen. Gedreht wurde dafür in Peru sowie in den Französischen Alpen. Obwohl man als Zuschauer weiß, dass Joe am Ende überleben wird, geht der Kino-Film förmlich unter die Haut. Joe erzählt unverblümt seine Empfindungen und Gedanken in den Momenten, in denen er zu sterben glaubte. Dass er nicht alleine sterben wollte, ist nachvollziehbar. Weshalb er allerdings nach sechs Operationen wieder in die Berge zog, verstehen wohl nur Extremsportler.“ (filmhai.de)

„Mit Schauspielern in Spielfilmqualität nachgestellt, beeindruckt das Dokudrama mit kühnen Stunts und einer visuellen Direktheit, die die Schmerzen fühlbar macht.“ (kino.de)

„Wer an Höhenangst leidet, sollte sich zweimal überlegen, ob er diesen Film sehen will: Das atemberaubende Bergsteigerdokudrama ‚Sturz ins Leere‘ ist garantiert nicht schwindelfrei.“ (cineman.ch)

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