Soundsnoise Festival - ten fu**ing years!

Ort und Zeit
  • Sa, 16. Sep 2017, ab 20.00 Uhr
  • Eintritt: Tagesticket: VVK 22,- (zzgl.VVK-Gebühren) | AK 25,- Festivalpass: VVK 32,- (zzgl.VVK-Gebühren) | AK 36,-
  • Großer Saal
  • Festival

Vom Mainstream weiter entfernt als die Sonne vom Mond! Zehn Jahre hat das Soundsnoise Festival am Buckel und das Label superindependent passt immer noch wie die Faust in die Magengrube. Originell, avantgardistisch, experimentell, alles, nur nicht glattgebügelt sind die Künstlerinnen und Künstler, die auch bei der zehnten Auflage des Festivals eure Hörgewohnheiten auf die Probe stellen. Musik und Performances ohne faule Kompromisse, ohne schielen auf Verwertbarkeit und genau deshalb ganz großartig.

Gewalt ( D ) | 20.00 | Kantine

Das liest sich jetzt sicherlich sehr kitschig, aber: So schlicht, wahrhaftig und intensiv klingt Musik selten. Man darf sich das Hören von Gewalt trotz der hoffnungslosen Texte nicht deprimierend vorstellen. Vielmehr verschafft es kathartische Erlebnisse. Die Schönheit der Radikalität. Die Schönheit der Sprache. Die Schönheit des Schalldrucks.

The Hirsch Effekt ( D ) | 21.00 | Saal

Skurril, skurriler, The Hirsch Effekt: dem Trio aus Hannover ist kein Genre fremd. Ihren hibbeligen Indielectro-Post-Punk-Metal-Mix bezeichnet die Band selber gerne als "Krawallkunst".

Bad Breeding ( UK ) | 22.00 | Saal

New-town Noiseniks – The Sound of Young Stevenage! Bezeichnet werden Bad Breeding als “ best new punk band in Britain “ dabei überschreiten sie immer wieder Grenzen und knallen einem einen zornigen mix aus Psychofunk, Noise und Rock vor den Latz.

Sekuoia ( DK ) | 24.00 | Saal

Der 21-jährige Däne kombiniert gekonnt und mit somnambuler Sicherheit Ambient-Nebelschwaden, Dubstep-Brummen, Indie-Hall-Gitarren, HipHop-Zitate und melancholische Vocal-Samples. Das Gemisch erweist eine so gute Konsistenz, dass die Mische am Ende gar wie ein eigenes Genre klingt, das irgendwo im Bermudadreieck zwischen Shigeto, Bonobo und SBTRKT zu verorten ist.

Performance Intervention Ensemble für unpopuläre Freizeitgestaltung

I beg your pardon, i never promised you a rose garden

Wahlkampf in Zeiten der Mediendemokratie. Die Mediendemokratie verändert nicht nur die Politik, sie verändert auch die agierenden Politikerinnen und Politiker - und sie verändert die Medien. Denn der permanente Zwang zur Inszenierung geht auf beiden Seiten mit einem Substanzverlust einher. Politik wird in der Mediengesellschaft zunehmend über die Person des Spitzenpolitikers vermittelt; dieser muss in der Lage sein, die entsprechende Rolle gut zu spielen. Wer dies nicht kann, wird nicht gewählt. Hinzu kommen die unterschiedlichen Geschwindigkeiten von Politik und Medien: Politik ist unendlich viel langsamer als die Medien, die täglich eine neue Schlagzeile, ein neues Bild brauchen. Hier liegen die Fallen für Politikerinnen und Politiker. Als Markthalle der alternativen Fakten und Sprechblasen stellt sich diese Falle da, ein neues böses, ganz und gar unfröhliches Anything Goes, weil es von den Mächtigen, den Bullshittern und den narzisstisch Gestörten diktiert wird, in deren Reden sich ohnehin nur die Wahrheit verschiebt, bis die Erde wieder eine Scheibe ist. Oder Donald Trump mit 76 Prozent Falschaussagen Präsident werden kann. Was allein übrig bleibt ist Schaum.

In der Installation I beg your pardon, i never promised you a rose garden beschäftigt sich das Ensemble für unpopuläre Freizeitgestaltung mit dem Zusammenspiel von Politik und Schaum in Zeiten der Mediedemokratie.

Line up Freitag: Pettersson, Camera, Zeal&Ardor, Die goldenen Zitronen,uvm...

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Video-Playlist: Soundsnoise Festival - ten fu**ing years!

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