Messner

Ort und Zeit
  • Do, 21. Sep 2017, ab 19.30 Uhr
  • Eintritt: 8,-
  • Kinosaal
  • Film

Bestimmte den deutschen Bergfilm der 1920er und 1930er Jahre der faschistisch geprägte Kampf heroischer Prachtkerle gegen eine übermächtige Natur, so legen heutige Dokumentarfilme den Fokus auf spektakulär gefilmte Kletterszenen, die den Zuschauer quasi mitten ins Geschehen versetzen, vergessen aber auch nicht auf psychologisch differenzierte Ausleuchtung der Protagonisten.

Messner

Er hat den Alpinismus wie kein Zweiter geprägt und ist weit über die Kreise von Bergsteigern und Kletterern hinaus bekannt. Wie kaum ein Anderer fasziniert und polarisiert er gleichzeitig. Es geht in diesem Film nicht nur um die bergsteigerische Tat und schon gar nicht um die Klettertechnik an sich. Den Regisseur interessiert vielmehr: Wo liegen die Wurzeln und der Antrieb für Messners ungewöhnliche Laufbahn? Was geht in jemandem vor, der etwas derart Extremes geleistet und dabei unvorstellbare körperliche und seelische Strapazen überwunden hat? Wie ist die Sicht "normaler" Menschen aus seiner engsten persönlichen Umgebung auf ihn und seine Taten?
Dabei spielt besonders die Perspektive der Geschwister Messners eine gewichtige Rolle. Sie erzählen erstmals öffentlich vom "Menschen Messner" mit seinen Gefühlen und Ängsten und eröffnen so einen vollkommen neuen Blick auf ihn. Angst und Scheitern und die Überwindung von Angst und Scheitern bilden dabei den Grundton dieses Films. Gedreht wurde an den Originalschauplätzen in den Dolomiten, im Mont Blanc-Massiv, in Grönland und am Nanga Parbat.

„Ohne vor den Leistungen des Protagonisten in Ehrfurcht zu erstarren, entwirft er in einer Mischung aus Archivmaterial, Interview-Szenen und nachgestellten Aufnahmen das eindrückliche Psychogramm eines Mannes, der stets seine persönlichen Grenzen auslotete und dabei auch herbe Verluste und Rückschläge in Kauf nehmen musste.“ (Filmdienst)

„Regisseur Andreas Nickel [..] schafft mit seinem Dokudrama ein eindringliches Porträt über die polarisierende Person Reinhold Messner, auch aus Perspektive seines engsten Umfelds, und geht dem Mysterium nach, was den Extrembergsteiger antreibt. Dabei lässt er immer wieder spannende Kletterszenen einfließen.“  (kino.de)

„Wer ist Reinhold Messner eigentlich? Warum suchte er so extreme Herausforderungen wie das Besteigen aller vierzehn Achttausender - zum Teil im Alleingang? Was hat ihn zu diesen Höchstleistungen getrieben? Das versucht Regisseur und Produzent Andreas Nickel in seinem halbdokumentarischen Film ‚Messner‘ herauszufinden. Ein beeindruckendes Porträt über den berühmten Südtiroler.“ (programmkino.de)

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